SC Freiburg zieht trotz Niederlage ins Achtelfinale der Europa League ein

SC Freiburg zieht trotz Niederlage ins Achtelfinale der Europa League ein

Der SC Freiburg hat trotz einer Niederlage im letzten Gruppenspiel der Europa League direkt den Einzug ins Achtelfinale geschafft. Die Mannschaft von Trainer Julian Schuster unterlag beim OSC Lille mit 0:1 (0:0). Dieses Ergebnis genügte jedoch, um einen Platz unter den besten acht Teams zu sichern. Ein Foulelfmeter von Olivier Giroud in der Nachspielzeit (90.+2) besiegelte die späte Niederlage.

„Wir sind der SC Freiburg, wir stehen auf Platz sieben, darauf können wir stolz sein“, äußerte Torhüter Noah Atubolu gegenüber RTL+. Mögliche Gegner im Achtelfinale sind Brann Bergen, Dinamo Zagreb, der FC Bologna und KRC Genk.

Bereits vor dem Anpfiff war klar, dass dem Bundesliga-Team ein Punkt ausreichte, um die Playoffs zu überspringen und sich somit zwei freie Wochen zu sichern. Angesichts der hohen Belastung durch Liga, Europa League und DFB-Pokal war der defensive Ansatz der Freiburger nachvollziehbar.

Allerdings war die Defensive so ausgeprägt, dass Freiburg über das gesamte Spiel hinweg offensiv kaum gefährlich wurde. Auch Lille konnte aus dem Spiel heraus nicht überzeugen, trotz einer Überzahl in der Schlussphase nach der Roten Karte für Maximilian Eggestein (74.). Aufgrund der Ergebnisse anderer Gruppenpartien blieb die Niederlage für Freiburg jedoch ohne negative Folgen.

Lille ging mit fünf Pflichtspielniederlagen in Folge in die Begegnung, was die Warnungen von Schuster vor den Nordfranzosen, insbesondere vor dem Ex-Weltmeister Giroud, unterstrich. „Man darf nicht nur die Resultate betrachten, sondern auch die Spiele“, sagte der Trainer und verwies auf die starke Leistung seines Gegners trotz der Niederlagen, wie etwa dem 0:3 gegen Paris Saint-Germain. „Ich schätze ein, dass dies in der Gruppenphase die schwierigste Aufgabe für uns ist.“

Obwohl Giroud nicht in der Startelf stand, setzte Lille auf schnelle und bewegliche Angreifer, die in Ansätzen Gefahr ausstrahlten. Die Freiburger standen defensiv tief und hatten in der ersten Halbzeit keine nennenswerte Offensivaktion, während Torhüter Noah Atubolu wenig gefordert wurde.

„Wenn man den Ball nicht gut kontrolliert, muss man zumindest die Defensive gut abschließen“, erklärte Sportvorstand Jochen Saier in einem RTL+-Interview zur Halbzeitpause und hoffte auf eine Leistungssteigerung: „Es wäre wünschenswert, wenn wir mit dem Ball etwas besser werden.“

Nach der Pause zeigten die Freiburger kurzzeitig eine verbesserte Leistung: Junior Adamu fehlte jedoch in der 51. Minute die nötige Handlungsschnelligkeit. Kurz vor seiner Auswechslung vergab er eine klare Chance vor dem Tor von Lille (57.). Auf der Gegenseite scheiterte Matias Fernandez-Pardo an Atubolu, der einen Heber souverän parierte (64.).

Das Spiel nahm nun an Tempo zu. Atubolu hatte bis zum Abpfiff mehr zu tun, konnte jedoch die Angriffe von Lille, die nach Eggesteins Platzverweis zunahmen, bis auf den Elfmeter in der Nachspielzeit durch Giroud abwehren.

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