Schlotterbeck erleidet Verletzung, gibt jedoch Entwarnung

Schlotterbeck erleidet Verletzung, gibt jedoch Entwarnung

Hamburg – Borussia Dortmund erlebte beim 1:1-Unentschieden gegen den Hamburger SV einen Schreckmoment, als Nico Schlotterbeck eine blutige Fleischwunde am Fuß erlitt, aber tapfer weiterspielte und sich anschließend zur Situation äußerte.

Der Vorfall ereignete sich in der 47. Minute, als Schlotterbeck nach einem harten Zweikampf mit HSV-Verteidiger Jordan Torunarigha minutenlang am Boden lag. Der Nationalspieler wurde am rechten Fuß behandelt, wobei Blutspuren auf seinem Socken sichtbar waren.

Torunarigha traf zwar den Ball, stieg jedoch mit gestrecktem Bein auf Schlotterbecks Knöchel. Der Hamburger hatte Glück, dass Schiedsrichter Tobias Stieler die Szene nicht ahndete. "Er hat es nicht gesehen. Aber ich mache ihm keinen Vorwurf. Das ist Fußball. Ich habe dann weitergemacht, das passt schon," erklärte Schlotterbeck später bei Sky.

Trotz sichtbarer Schmerzen zeigte der 25-Jährige bemerkenswerte Standhaftigkeit. Nach einer längeren Behandlungspause, in der Mannschaftsarzt Dr. Markus Braun die Wunde mit Klammern versorgte, spielte Schlotterbeck die Partie durch. "Es ist eine Fleischwunde, der Doktor hat das getackert," berichtete der Abwehrspieler nach dem Spiel.

BVB-Coach Nico Kovac zeigte sich erleichtert und beeindruckt von der Robustheit seines Abwehrchefs. "Das war schon heftig," sagte der Trainer. Da Schlotterbeck die kompletten 90 Minuten absolvierte, rechnet Kovac nicht mit negativen Folgen für die bevorstehenden Länderspiele.

Auf dem Feld lieferte Schlotterbeck trotz seiner Blessur eine starke Leistung ab. Mit der Rückkehr von Emre Can konnte er auf seine bevorzugte Position als linker Innenverteidiger zurückkehren und überzeugte mit konsequenten Zweikämpfen. Seine artistische Vorlage zum 1:0 von Carney Chukwuemeka zeigte, wie wichtig er für die Dortmunder Defensive ist. Kurioserweise wurde Schlotterbeck nach seiner Rückkehr auf das Feld von einigen HSV-Fans und Spielern verspottet, die ihm offenbar die Schmerzen nicht abnahmen.

Obwohl das späte 1:1 durch Ransford Königsdörffer in der 97. Minute den Dortmunder Sieg verhinderte, gab Nico Schlotterbeck nach der Partie Entwarnung: "Gut, passt alles." Damit dürfte auch sein Einsatz in den letzten beiden WM-Qualifikationsspielen der Nationalmannschaft gegen Luxemburg und die Slowakei nicht gefährdet sein.

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