Schottland scheidet nach Gruppenphase aus der WM aus
Die WM-Reise Schottlands endete ohne Happy End nach der Gruppenphase: Nach dem endgültigen Ausscheiden zog der Nationaltrainer nun Konsequenzen.
Dallas – Der Traum von der Weltmeisterschaft für Schottland ist endgültig geplatzt, und die Konsequenzen folgten umgehend: Obwohl die Mannschaft am Samstag, den 27. Juni, nicht im Einsatz war, wurde das Ausscheiden nach dem 2:1-Sieg Kroatiens gegen Ghana besiegelt. Kurz darauf trat Steve Clarke, der Nationaltrainer der „Tartan Army“, mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück.
Wie der schottische Fußballverband bestätigte, verließ der 62-Jährige etwa eine Stunde nach dem feststehenden Ausscheiden das WM-Quartier in Charlotte, North Carolina. Nach der deutlichen 0:3-Niederlage gegen Brasilien hatte Schottland das Weiterkommen nicht mehr in der eigenen Hand. Als Gruppendritter blieb nur die Hoffnung auf einen Platz unter den besten acht Drittplatzierten.
Doch die benötigten Ergebnisse blieben aus. Überraschende Siege von Südafrika und Ecuador sowie Kroatiens Erfolg gegen Ghana besiegelten schließlich das WM-Aus. In einem offenen Brief richtete Clarke emotionale Worte an die Fans und die Mannschaft: „Der emotionalste Teil dieses Abschieds gilt meinen Spielern, ohne die wir all die Erinnerungen, die wir seit 2019 gesammelt haben, nicht hätten. Sie verdienen all das Lob und die Bewunderung, die ihnen zuteilwerden, und es war mir eine Ehre, ihr Trainer sein zu dürfen.“
Er fügte hinzu: „Vielen Dank für die Einladung und viel Glück meinem Nachfolger.“ Clarke hatte die schottische Nationalmannschaft zuvor zurück auf die große Fußballbühne geführt. Nach zwei erfolgreichen EM-Qualifikationen gelang unter seiner Leitung erstmals seit 28 Jahren wieder die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft.
Das Turnier begann mit einem 1:0-Sieg gegen Haiti, ehe Niederlagen gegen Marokko (0:1) und Brasilien (0:3) den dritten Gruppenplatz bedeuteten. Laut Opta waren die Chancen auf das Weiterkommen bereits vor dem Brasilien-Spiel von etwa 60 Prozent auf lediglich 0,07 Prozent am Samstag gefallen. Für ein Weiterkommen wäre Schottland am Ende sogar auf einen 3:0-Sieg Ghanas angewiesen gewesen.
Während die schottischen Anhänger bei der Weltmeisterschaft mit ihrer Stimmung und Leidenschaft vielerorts außerhalb des Platzes für Begeisterung sorgten, blieb die Mannschaft auf dem Platz hinter den Erwartungen zurück. Das frühe Turnieraus markiert somit das Ende der erfolgreichen Ära von Steve Clarke, der den schottischen Fußball über mehrere Jahre hinweg entscheidend geprägt hatte.