Schwache Jahresbilanz für Borussia Mönchengladbach 2025
Die Jahresbilanz 2025 von Borussia Mönchengladbach ist enttäuschend. Die kürzlich bekannt gewordenen Zahlen sorgen für Besorgnis.
Mönchengladbach – Die 0:1-Niederlage gegen den VfB Stuttgart verlängert die Durststrecke von Borussia Mönchengladbach. Die Fohlen sind seit neun Bundesligaspielen ohne Sieg und warten seit vier Partien auf einen Torerfolg. Das letzte Tor erzielte Tim Kleindienst beim 4:4-Unentschieden gegen die TSG Hoffenheim am 32. Spieltag der Vorsaison.
Kevin Stöger betonte am Sky-Mikrofon, dass die Flaute am Ende der vergangenen Saison innerhalb der Mannschaft keine Rolle spiele. Dennoch fügen sich die aktuellen Zahlen in ein besorgniserregendes Gesamtbild ein – trotz eines zwischenzeitlichen Höhenflugs befindet sich Gladbach in der Jahresbilanz 2025 im unteren Mittelfeld.
Mit 22 Punkten aus 21 Bundesligaspielen in diesem Kalenderjahr belegt Borussia den 14. Tabellenplatz. Wenn man die Absteiger Holstein Kiel und VfL Bochum sowie die Aufsteiger Hamburger SV und 1. FC Köln nicht berücksichtigt, haben nur die TSG Hoffenheim (21 Punkte) und der 1. FC Heidenheim (19 Punkte) schlechter abgeschnitten.
Nachdem Borussia die Saison 2023/24 mit 67 Gegentoren abgeschlossen hatte, war die Stabilisierung der Defensive ein zentraler Aspekt der Entwicklung. In der vergangenen Spielzeit kassierte Borussia deutlich weniger Gegentore, jedoch war die Zahl mit 57 weiterhin zu hoch.
Ein entscheidender Faktor war die unsichere Abwehr im Kalenderjahr 2025. Gladbach hatte zur Winterpause der Vorsaison 20 Gegentore kassiert und zwischen Januar und Mai 37 Gegentore erhalten. Am vergangenen Samstag fiel in Stuttgart das erste Gegentor der neuen Saison. Insgesamt stehen damit 38 Gegentore zu Buche. Nur Werder Bremen (39) und Hoffenheim (44) haben in 2025 bisher mehr Tore zugelassen.
Besonders auffällig ist der Mangel an Qualität im Torabschluss ohne Tim Kleindienst und Alassane Pléa. In der Jahresbilanz stehen 30 Tore, von denen 12 auf das Konto des verletzten Duos gehen – dies entspricht einer Quote von 40 Prozent. Daher ist es für Borussia von großer Bedeutung, dass Kleindienst im Laufe der Hinrunde zurückkehrt.
Ein Blick auf die Siege und Niederlagen zeigt, dass die Fohlen in 2025 insgesamt sechs Spiele gewonnen haben, wobei alle Siege innerhalb von zwei Monaten erzielt wurden. Den Auftakt bildete das 3:0 gegen den VfL Bochum am 25. Januar, während der letzte Dreier am 29. März gegen RB Leipzig (1:0) gefeiert wurde.
Vor dieser Erfolgsserie kassierte die Mannschaft von Gerardo Seoane zu Beginn des Jahres drei Niederlagen bei 2:9 Toren. Nach dem Sieg gegen Leipzig wurden in sieben Spielen nur zwei Punkte eingefahren. Diese Serie wurde durch das torlose Unentschieden gegen den Hamburger SV und die Niederlage in Stuttgart verlängert, sodass in der Bilanz seit April nur drei Punkte verzeichnet werden.
Erstaunlich ist zudem, dass Borussia in diesem Jahr bislang elf Niederlagen erlitten hat. Nur die Heidenheimer mussten sich häufiger geschlagen geben (zwölf Niederlagen), konnten jedoch den Klassenerhalt in der Relegation gegen die SV Elversberg sichern.
Angesichts dieser Zahlen bleibt festzuhalten, dass es auch im dritten Jahr die größte Herausforderung für das Trainerteam ist, Konstanz zu entwickeln. Im April und Mai fiel die Mannschaft zu tief und ließ aufgrund ihrer Passivität zu viele gegnerische Torschüsse zu. Die neue Spielzeit beginnt mit einer Verbesserung in der Defensive, jedoch mangelt es in der Offensive entweder an Kreativität oder an der Qualität im Abschluss.
Das Heimspiel gegen Werder Bremen am 14. September wird daher im Fan-Umfeld besonders gewichtet. Verpasst Borussia einen Sieg gegen die Grün-Weißen, könnte sich die Situation frühzeitig verschärfen. Umgekehrt ist dieses Spiel auch für Werder von großer Bedeutung, da der Saisonstart mit dem Pokal-Aus gegen Arminia Bielefeld, der Niederlage gegen Eintracht Frankfurt (1:4) und dem 3:3-Unentschieden gegen Bayer Leverkusen ebenfalls durchwachsen verlief.