Schweiz-Stars im Sechzehntelfinale gegen Algerien

Schweiz-Stars im Sechzehntelfinale gegen Algerien

Die Schweizer Nationalmannschaft steht im Sechzehntelfinale der WM und kämpft nicht nur gegen Algerien, sondern auch gegen eigene Herausforderungen. Am Freitag um 5:00 Uhr trifft das Team auf einen starken, aber schlagbaren Gegner.

Die Spieler haben bereits ein Gefühl für den WM-Pokal entwickelt – zumindest durch ein Lego-Modell, das Granit Xhaka und seine Teamkollegen im luxuriösen Trainingsquartier in San Diego aus 2.842 Steinen zusammenbauten. Neben dem Training blieb ausreichend Zeit für kreative Aktivitäten.

Langweilig wurde es in der langen Pause zwischen dem letzten Gruppenspiel und dem Sechzehntelfinale nicht. Ob beim Golfspielen, Strandbesuchen oder Familienausflügen – die Stimmung im Team ist hervorragend. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und kritischen Äußerungen von Kapitän Xhaka hat Trainer Murat Yakin das Team auf Kurs gebracht.

Die Schweiz hat sich nach einem holprigen Start stark verbessert. Nach einem enttäuschenden Unentschieden gegen Katar, in dem sie trotz früher Führung in der Nachspielzeit den Ausgleich hinnehmen mussten, zeigte das Team mit einem 4:1-Sieg gegen Bosnien-Herzegowina und einem 2:1 gegen Co-Gastgeber Kanada eine überzeugende Leistung.

Diese positive Entwicklung ist unter anderem den taktischen Anpassungen von Trainer Yakin zu verdanken. Während er zu Beginn des Turniers die Bedeutung von Erfahrung betonte, hat ein junger Spieler, Johan Manzambi, sich als entscheidender Faktor hervorgetan. Er erzielte beim Sieg gegen Bosnien-Herzegowina zwei Tore und war anschließend gegen Kanada der beste Spieler auf dem Platz.

„Er ist sehr kreativ und kann aus schwierigen Situationen oft etwas Besonderes kreieren“, sagte Abwehrchef Manuel Akanji über Manzambi. „Er hat das nötige Talent und den Mut dazu. Ich hoffe, dass Johan weiterhin so auftritt.“

Im Achtelfinale würde die Schweiz auf keinen der Titelkandidaten treffen, der nächste mögliche Gegner wäre Kolumbien oder Ghana. Erst im Viertelfinale könnte ein ernstzunehmender Gegner wie Argentinien warten, der jedoch ebenfalls erst einmal weiterkommen muss.

Die anderen möglichen Gegner im weiteren Turnierverlauf sind Ägypten, Australien oder die Sensationsmannschaft von Kap Verde, die jedoch als sehr unwahrscheinlich gelten. Algeriens Trainer Vladimir Petkovic, der von 2014 bis 2021 die Schweizer Nationalmannschaft leitete, möchte dies verhindern. „Ich kenne die Mannschaft sehr gut“, sagte der 62-Jährige. „Obwohl es einige neue Spieler gibt, sind viele, die bereits unter mir gespielt haben, immer noch dabei.“

Von der Startelf beim letzten Spiel unter Petkovic, dem Viertelfinal-Aus bei der EM 2021 gegen Spanien, sind noch sieben Spieler im aktuellen Kader. Sie streben an, in diesem Turnier weiter zu kommen als damals und vielleicht sogar vom echten WM-Pokal zu träumen.

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