Serhou Guirassy: Hoffnung auf Wendepunkt gegen Bayern
Serhou Guirassy hat in der Bundesliga derzeit keine Tore erzielt. Ein ehemaliger BVB-Boss sieht darin jedoch keine Krise und hofft auf eine starke Leistung im bevorstehenden Spitzenspiel gegen den FC Bayern.
Der Stürmer von Borussia Dortmund, Serhou Guirassy, konnte in den letzten Bundesliga-Spielen nicht an seine starke Trefferquote anknüpfen. In den ersten vier Pflichtspielen der Saison erzielte der 29-Jährige in jedem Spiel mindestens ein Tor, doch in den darauf folgenden Spielen gegen Juventus, Wolfsburg und Leipzig blieb er ohne eigenen Treffer. Auch gegen Mainz musste Guirassy aufgrund einer Verletzung pausieren. Trotz dieser Torflaute äußert sich Sven Mislintat, der bis Februar Technischer Direktor beim BVB war, optimistisch und spricht nicht von einer Formkrise.
Im Gespräch mit Sky betonte er: „Er ist der Spieler, der in entscheidenden Spielen oft den Unterschied gemacht hat und sich immer für die Mannschaft einsetzt.“ Mislintat lobt auch Guirassys Beitrag zum Spielaufbau, insbesondere seinen Assist für Yan Couto gegen Leipzig.
Der erfahrene Scout erklärt, dass die offensive Ausrichtung der Dortmunder nicht mehr so dominant sei wie in der Vergangenheit, was die Chancen für Guirassy einschränke. „Es gibt mehr Situationen, in denen Serhou nicht in Position gebracht werden kann, wenn die Gegner sehr tief stehen.“ Dennoch sieht er keinen Grund zur Besorgnis: „Das hat nichts mit einer Delle zu tun. Borussia Dortmund wird das gemeinsam lösen.“
Am kommenden Mittwoch steht für den BVB ein richtungsweisendes Spiel gegen den Tabellenführer FC Bayern an. Trotz des klaren Außenseiterstatus ist Mislintat optimistisch: „Wenn es eine Mannschaft gibt, die eine Chance hat, dann sind es im Moment die Dortmunder.“
Seit seinem Ausscheiden beim BVB im Februar sucht der 52-Jährige nach neuen Herausforderungen im Fußballgeschäft. Der gebürtige Kamener möchte weiterhin seine Erfahrung und sein Netzwerk einbringen, hat jedoch derzeit keine konkreten Angebote. „Natürlich verfolgt man das, aber ich bin auch ganz ehrlich: Es gibt zu niemandem Kontakt zum jetzigen Zeitpunkt“, sagte Mislintat.
Aktuell genießt er die freie Zeit, reflektiert und plant seine nächsten Schritte: „Es macht mir Spaß, etwas über einen längeren Zeitraum zu entwickeln“, erinnert er sich an seine Tätigkeit beim VfB Stuttgart, wo er über drei Jahre als Sportdirektor tätig war. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit bvbwld)