Serhou Guirassy sorgt für Diskussionen beim BVB
In den letzten Wochen hat Serhou Guirassy beim BVB sowohl positive als auch kontroverse Schlagzeilen gemacht. Besonders bei seinen Auswechslungen gab es Gesten, die als wenig professionell wahrgenommen wurden. Dennoch erzielte er in einem wichtigen Spiel gegen Villarreal zwei Tore und überwand damit eine persönliche Durststrecke.
Im entscheidenden Sieg gegen Bayer 04 Leverkusen am Samstag stand Guirassy erneut in der Startelf, wurde jedoch wieder ausgewechselt. Seine Reaktion war diesmal von Frustration geprägt; er verweigerte den Handschlag mit Trainer Niko Kovac und warf seine Handschuhe weg, was erneut Diskussionen auslöste. Nach dem Spiel suchte Kovac jedoch das Gespräch mit dem Stürmer und tröstete ihn.
„Ich bin jetzt 54 Jahre alt. Vielleicht hätte ich vor ein paar Jahren anders reagiert“, erklärte Kovac in einem Interview mit Sky. „Wir haben das nach dem Spiel geklärt. Er hat auch verstanden, warum die Auswechslung nötig war“, fügte der BVB-Coach hinzu und zeigte Verständnis für Guirassys Reaktion: „Es wäre auch nicht schön, wenn er lächelnd und zufrieden vom Platz geht.“
Kovac ist sich bewusst, dass das Thema Guirassy in der Öffentlichkeit diskutiert werden wird, bezeichnete es jedoch als „unnötig“. „Wenn jemand Serhou den Rücken stärkt, dann bin ich das“, betonte er. Guirassy müsse akzeptieren, dass er ausgewechselt wird, weil er überzeugt sei, dass Fabio Silva die Flanke zum zweiten Tor gegeben hat, das entscheidend für den Sieg war.
Solange der BVB weiterhin erfolgreich spielt, dürfte es möglich sein, die Situation um Guirassy zu entschärfen.