Silas' schwierige Situation beim VfB Stuttgart
Die Situation um Silas beim VfB Stuttgart hat sich zu einem beinahe tragischen Kapitel entwickelt. Einst war er ein Publikumsliebling, doch seit Trainer Sebastian Hoeneß das Zepter übernommen hat, spielt der Flügelspieler eine immer geringere Rolle. In der vergangenen Saison war er sogar an Roter Stern Belgrad ausgeliehen, wo er ausgerechnet im Champions-League-Spiel gegen seinen Heimatverein traf.
Nach seiner Rückkehr im Sommer musste Silas zunächst eine hartnäckige Knöchelverletzung auskurieren. Hoeneß bemerkte, dass der Spieler nach seiner Genesung schnell wieder fit wurde und bestätigte, dass Silas nah am Kader sei. Doch seit Ende Oktober hat sich an seiner Situation nichts geändert.
Obwohl Hoeneß in der Liga häufig rotiert, wurde Silas in keinem der Pflichtspiele in den Kader berufen. Ein Beispiel dafür war das Spiel gegen den Hamburger SV, wo der Trainer seine Startelf gleich an sieben Positionen veränderte, jedoch statt Silas auf Lazar Jovanovic setzte.
Laut Informationen von Absolut Fussball, dem Fußball-Portal von Home of Sports, gibt es zwei Hauptgründe für Silas' Abwesenheit: Zum einen ist Hoeneß mit seinen Trainingsleistungen unzufrieden, zum anderen passt Silas nicht in das taktische Konzept des Trainers. Insbesondere sein defensives Verhalten genügt Hoeneß nicht.
Die Entscheidung, auf Silas zu verzichten, scheint dem Trainer jedoch nicht leichtzufallen. Nach dem HSV-Spiel äußerte Hoeneß: „Mit Laki (Jovanovic) hatten wir einen Flügelspieler für Kurzeinsätze im Kader. In diesem Fall habe ich mich für ihn entschieden. Es ist klar, dass ich es nicht gerne mache, Silas in Hamburg zu haben und ihm dann zu sagen, dass er nicht dabei ist.“
„Er ist ein feiner Kerl, verhält sich absolut korrekt und kann uns helfen“, fügte Hoeneß hinzu. „Aber auf den Außen haben wir viele Spieler. Deshalb entstehen solche Situationen, die für Trainer und Spieler unangenehm sind.“ Die Frage bleibt, wie es mit Silas weitergeht.
Sein Vertrag läuft im kommenden Sommer aus, und der VfB bemüht sich, eine Lösung zu finden. Die Stuttgarter hatten einst acht Millionen Euro für ihn bezahlt und möchten ihn ungern ablösefrei ziehen lassen. Zwei Alternativen zeichnen sich ab: Entweder verlängert der VfB seinen Vertrag, sucht einen passenden Leihverein und hofft, dass Silas sich wieder ins Rampenlicht spielt. Sollte dies gelingen, könnte man den dann gestiegenen Marktpreis nutzen, um ihn zu verkaufen.
Die zweite Möglichkeit wäre, Silas bereits im Winter dauerhaft abzugeben, um zumindest etwas Geld zu generieren. Allerdings gibt es derzeit nicht viele Interessenten für den Spieler.