Sonny Kittel lobt Merlin Polzin vor HSV gegen VfB Stuttgart
Zwischen 2019 und 2023 spielte Sonny Kittel vier Jahre lang für den Hamburger SV. In dieser Zeit lernte er den ehemaligen Profi Merlin Polzin lediglich als Co-Trainer kennen.
Hamburg – Kurz vor dem erneuten Aufeinandertreffen zwischen dem Hamburger SV und dem VfB Stuttgart äußert sich ein bekannter Spieler. Sonny Kittel, der von 2019 bis 2023 ein wichtiger Kreativspieler der Rothosen war, hat seinem ehemaligen Co-Trainer und jetzigen Cheftrainer Merlin Polzin eine bemerkenswerte Wertschätzung ausgesprochen. Der mittlerweile 32-Jährige bezeichnete im Interview mit HSV.de die Entwicklung des Trainers als „sensationell“.
Kittel gesteht ein, dass er Polzin den Aufstieg vom Analysten und Co-Trainer zum Hauptverantwortlichen zunächst nicht zugetraut hatte. Umso beeindruckter zeigt er sich jetzt: Polzin habe den Klub nicht nur stabilisiert, sondern ihn nach sieben langen Jahren in der Zweiten Liga auch wieder in die Bundesliga zurückgeführt. „Wenn du die richtigen Schlüsse ziehst und am Ende aufsteigst, kann man eigentlich nur den Hut ziehen“, so Kittel.
Die enge Beziehung der beiden resultiert auch daraus, dass sie während Kittels Zeit in Hamburg einen intensiven Austausch pflegten. Polzin, der erst 35 Jahre alt ist, gilt als detailverliebter Taktiker. Laut Kittel ist er sogar ein „Fußball-Besessener“. Diese Leidenschaft habe ihre Zusammenarbeit geprägt, und für den Offensivspieler zählt Polzin zu den Trainern, mit denen er am meisten über das Spiel diskutiert hat.
Kittel erinnert sich zudem an seinen eigenen Abschied aus Hamburg: Sein Tor im Relegations-Rückspiel 2023 gegen den VfB Stuttgart war sein letztes im Volksparkstadion. Der verpasste Aufstieg schmerzt ihn bis heute, ebenso wie das Ende seiner Zeit beim Klub, mit dem er sich „zu 100 Prozent“ identifiziert hat.
Während der HSV am Sonntag ohne ihn gegen die Schwaben antritt, ist Kittel derzeit vereinslos. Dennoch verfolgt er die Entwicklung seines ehemaligen Vereins weiterhin. „Ich habe immer gesagt, dass die Eintracht mein Verein ist, aber was sich emotional mit dem HSV aufgebaut hat, ist besonders für mich. Das hätte ich anfangs nicht gedacht“, so Kittel. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit nurdieraute.de/)