Spannungen zwischen Xabi Alonso und Real Madrid-Stars
Nur vier Monate nach seinem Amtsantritt gibt es Spannungen zwischen Xabi Alonso und den Stars von Real Madrid, die auf unterschiedliche Rollen und Einsatzzeiten zurückzuführen sind.
Madrid - Zu Beginn der neuen Saison wagte Xabi Alonso den Schritt auf die große europäische Bühne und übernahm das Traineramt seines ehemaligen Vereins Real Madrid. Bei der Klub-Weltmeisterschaft 2025 scheiterten die Madrilenen im Halbfinale an Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain. In der Liga belegen die Königlichen derzeit den zweiten Platz hinter dem FC Barcelona.
Abgesehen von den sportlichen Herausforderungen tauchen nun auch interne Probleme für Alonso auf. Laut der spanischen Zeitung Marca gibt es nach den umstrittenen Äußerungen von Real-Legende Vinicius Junior nun auch Kritik von Federico Valverde gegenüber dem neuen Trainer. Während Vinicius sich über abnehmende Spielminuten beschwerte, geht es bei Valverde um seine Rolle im Team.
Der 27-Jährige soll sich zuletzt gegen einen Einsatz als Rechtsverteidiger ausgesprochen haben. Dieses Gerücht wies Valverde jedoch umgehend zurück. „Das kann man den Trainer fragen. Ich habe immer klar gemacht, dass ich der Mannschaft für das, was sie braucht, zur Verfügung stehe“, erklärte der Uruguayer.
Das Champions-League-Spiel von Real gegen Kairat Almaty wirft nun weitere Spekulationen auf. Alonso verzichtete beim 5:0-Sieg des Rekordmeisters in Kasachstan komplett auf Valverde, der nicht einmal eingewechselt wurde. Alonso begründete seine Entscheidung mit dem Belastungsmanagement: „Es hat nichts mit seinen Aussagen zu tun. Fede ist immer bereit, wenn er gebraucht wird. Hätte das Spiel es heute erfordert, hätte er gespielt“, fügte der 43-Jährige hinzu.
Als Reaktion auf seine Nichtberücksichtigung soll Valverde passiv am Aufwärmen seiner Mannschaft teilgenommen oder dies sogar ganz ausgelassen haben. Alonso hingegen zeigte sich unbeeindruckt: „Ich habe keine Ahnung, ob er aufgewärmt war oder nicht, ich habe mich auf das Spiel konzentriert“, antwortete er auf entsprechende Nachfragen.
Ob das Verhältnis zwischen Alonso und Valverde tatsächlich belastet ist oder ob es sich lediglich um Spekulationen handelt, wird sich in den kommenden Wochen und Spielen zeigen. Nach der bitteren 2:5-Niederlage im Madrider Derby versprach Valverde: „Ich werde weiterhin arbeiten, mich entwickeln und lernen, was der neue Trainer will“. Wenn ihm das gelingt, könnte Valverde, zumindest sportlich, eine vielversprechende Zukunft unter Alonso bevorstehen.