Tanguy Nianzou vor Wechsel zu OSC Lille: FC Bayern profitiert finanziell
Der ehemalige Defensivspieler des FC Bayern München, Tanguy Nianzou, steht offenbar kurz vor einem Wechsel nach Frankreich, was dem FCB eine beträchtliche Summe einbringen könnte.
München – Nianzou galt beim FC Bayern lange Zeit als großes Talent, konnte jedoch die hohen Erwartungen nie vollständig erfüllen. Nun könnte der 24-jährige Innenverteidiger seinem ehemaligen Klub, trotz seiner durchwachsenen Karriere, einen finanziellen Vorteil verschaffen. Laut Berichten der Bild steht er unmittelbar vor einem Wechsel zum französischen Erstligisten OSC Lille, was für den deutschen Rekordmeister überraschend lukrativ sein könnte.
Der Werdegang von Nianzou im europäischen Fußball gleicht einer Achterbahnfahrt. Im Sommer 2020 wechselte der gebürtige Pariser ablösefrei aus der Jugend von Paris Saint-Germain zum FC Bayern München. Die Hoffnungen waren groß, doch der Durchbruch blieb aus. Verletzungen, mangelnde Konstanz und sportliche Rückschläge prägten seine Zeit an der Isar.
Seine Leistungen blieben hinter den Erwartungen zurück. Im Sommer 2022 trennten sich schließlich die Wege: Der FC Sevilla zahlte Berichten zufolge rund 16 Millionen Euro für den Franzosen, eine Ablösesumme, die angesichts seiner Leistungen in München als überraschend hoch galt.
Auch in Sevilla verlief Nianzous Karriere nicht reibungslos. Ein anhaltender Verletzungspech warf ihn immer wieder zurück, und sein hohes Gehalt entwickelte sich laut der spanischen Sportzeitung Marca zum größten Kostenfaktor im Kader des andalusischen Klubs. Nun hat Sevilla dem Spieler offenbar grünes Licht für einen Abgang gegeben, und Lille wartet bereits. Laut dem französischen Fachportal Foot Mercato sind die Verhandlungen zwischen beiden Klubs bereits weit fortgeschritten.
Für den FC Bayern könnte dieser Deal eine willkommene finanzielle Unterstützung darstellen. Wie die Bild berichtet, wurden im ursprünglichen Transfervertrag zwischen München und Sevilla Bonuszahlungen in Höhe von vier Millionen Euro vereinbart, die beim Weiterverkauf des Spielers fällig werden. Darüber hinaus sicherte sich der FC Bayern eine Weiterverkaufsbeteiligung von 22,5 Prozent.
Sollte die Ablöse, die Lille für Nianzou überweist, tatsächlich zwischen drei und sechs Millionen Euro liegen – so berichten es verschiedene Medien – würde dies für die Münchner eine zusätzliche Summe bedeuten. Lille hat zudem einen konkreten Bedarf an einem neuen Innenverteidiger, was Nianzou in eine Mannschaft bringt, die ihn dringend benötigt. Sollte das Medizinteam grünes Licht geben, könnte die Rückkehr des ehemaligen Bayern-Hoffnungsträgers nach Frankreich schon bald offiziell werden – und dem FC Bayern unerwartet Millionen einbringen.