Teemu Pukki beendet seine Nationalmannschaftskarriere nach bitterer Niederlage
Teemu Pukki, der ehemalige Stürmer von Schalke, hat seine beeindruckende Karriere in der finnischen Nationalmannschaft unter tragischen Umständen beendet. Nach einer 0:1-Niederlage gegen Malta verabschiedete sich der 35-Jährige, der zum 132. Mal für Finnland auf dem Platz stand, unter Tränen von den Fans.
Die Partie im Olympiastadion von Helsinki sollte ein emotionaler Abschied für den Rekordtorschützen der „Huuhkajat“ (42 Tore) werden. Stattdessen wurde es zu einem sportlichen Tiefpunkt, der die ohnehin geringen Hoffnungen Finnlands auf die WM-Playoffs endgültig zerstörte. Mit einem Platz 72 in der Weltrangliste unterlagen die Finnen einem Gegner, der auf Rang 166 geführt wird – hinter Ländern wie Afghanistan und Vanuatu.
Die Niederlage traf die Mannschaft besonders hart und stellte den krönenden Abschluss einer misslungenen Qualifikationsphase dar, in der Finnland bereits deutliche Niederlagen gegen die Niederlande (0:4) und Polen (1:3) hinnehmen musste. Lediglich gegen Litauen gab es mit einem 2:1 einen kleinen Lichtblick. Der Traum von der WM ist nun vorbei.
Pukki kann auf eine außergewöhnliche Karriere zurückblicken. International bekannt wurde er, als er 2011 in der Europa-League-Qualifikation dreimal gegen Schalke traf, was zu einem Wechsel zu den Königsblauen führte. Obwohl er bei Schalke in 47 Einsätzen nur acht Tore und drei Vorlagen erzielte und nie richtig Fuß fassen konnte, entwickelte er sich später bei Bröndby und besonders bei Norwich City zu einem Torjäger von internationalem Format.
Für den englischen Klub erzielte er 88 Tore und führte ihn zweimal in die Premier League. In der Qualifikation zur EM 2021 war er zudem mit zehn Treffern der entscheidende Faktor für Finnlands historischen Einzug in das Turnier.
Nach dem Abpfiff seines letzten Länderspiels suchte der sichtlich ergriffene Pukki die Kurve, wo ihn die Fans noch einmal begeistert feierten. Mit dem Verlust der Haare, die einst sein Markenzeichen bei Schalke waren, sagte er „Näkemiin“ – und die Tränen flossen, überwältigt von der Bedeutung dieses Moments.