Thomas Müller und die Vancouver Whitecaps: Geldstrafe wegen irreführender Werbung

Thomas Müller und die Vancouver Whitecaps: Geldstrafe wegen irreführender Werbung

Der ehemalige Bayern-Star Thomas Müller sorgt mit den Vancouver Whitecaps für Aufsehen. Doch sein neuer Verein sieht sich nun mit einer ungewöhnlichen Geldstrafe konfrontiert.

In Vancouver – Vor einem Jahr konnten sich die Fans des FC Bayern nicht vorstellen, dass Klub-Legende Thomas Müller eines Tages in Blau und Weiß auflaufen würde. Bei den Vancouver Whitecaps erlebt der 36-Jährige jedoch einen neuen Aufschwung und erreichte vor einigen Monaten das Finale der Major League Soccer (MLS). Kürzlich präsentierten die Whitecaps ihr neues Trikot, und tatsächlich spielt Müller wieder in Rot. Dennoch gibt es Probleme bei seinem neuen Verein.

Die Whitecaps müssen sich einer erheblichen Geldstrafe stellen. Das Oberste Gericht der kanadischen Provinz British Columbia hat einem Vergleich in einer Sammelklage zugestimmt. Eine Summe von 450.000 kanadischen Dollar (etwa 283.000 Euro) ist fällig, die in wohltätige Projekte fließen muss. Doch was ist geschehen, und welche Rolle spielt Lionel Messi in dieser Angelegenheit?

Den Vancouver Whitecaps wird eine „irreführende Werbekampagne“ vorgeworfen. Im Mai 2024, als Thomas Müller noch beim FC Bayern unter Vertrag stand, hatte sein neuer Verein ein Ligaspiel gegen Inter Miami beworben. Dabei wurden Lionel Messi, Luis Suárez und Sergio Busquets als Spieler präsentiert. Die Fans sollten glauben, dass ihr Klub gegen diese Superstars antreten würde.

Das Problem war jedoch, dass Gerardo Martino, der damalige Trainer von Inter Miami, das Trio zur Schonung zu Hause ließ. Bereits einen Tag vor dem Spiel war diese Entscheidung bekannt. Die Whitecaps unternahmen alles, um den Unmut ihrer Fans zu mildern, indem sie am Spieltag Speisen und Getränke zum halben Preis anboten. Dennoch begannen im Mai 2025 die Vergleichsgespräche.

Nach Abzug der Anwaltskosten wird die Strafe an folgende Organisationen verteilt: KidSport BC, Canada SCORES und BGC South Coast BC. Der Klub hat bereits bestätigt, die Entscheidung akzeptiert zu haben. „Die Einigung wird gemäß den Bestimmungen der Vergleichsvereinbarung umgesetzt“, heißt es in einer Erklärung.

Darüber hinaus muss Vancouver beim Ticketverkauf künftig wachsamer sein. In den Vertragsbedingungen muss klar angegeben werden, dass es hinsichtlich des Kaders immer zu kurzfristigen Änderungen kommen kann. Bei der letzten Begegnung mit Inter Miami stand Lionel Messi übrigens auf dem Platz und nahm den Meistertitel den Whitecaps ab. In diesem Jahr hat die FCB-Legende bereits angekündigt, ganz oben stehen zu wollen.

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