Thomas Müller und die Zukunft beim FC Bayern
Thomas Müller hat den FC Bayern verlassen, doch Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen blickt bereits in die Zukunft und äußert einen klaren Wunsch an die Klub-Ikone.
München – An einem Winterabend in der Allianz Arena kam es zu einem kurzen Anruf, der Thomas Müller einen spontanen Platz auf der Ehrentribüne sicherte. Für Dreesen wurde die Bedeutung dieses Moments erst später klar, als er die Aufnahmen aus dem Stadion sah. „Dieses Bild ist mir in seiner Symbolik erst später bewusst geworden“, erklärte der Vorstandschef in einem Interview mit t-online.
Dieser Moment spiegelt die enge Beziehung wider, die auch nach Müllers Wechsel nach Vancouver nicht abgenommen hat. Vor allem stellt sich die Frage: Wird Müller eines Tages zum FC Bayern zurückkehren? Dreesen hat daran keinen Zweifel. „Ich würde mir für die Zukunft sehr wünschen, dass er irgendwann eine wichtige Rolle bei uns einnimmt“, sagte er.
Er betonte jedoch, dass kein Druck aufgebaut werden soll. Müller solle seinen eigenen Weg gehen, und der Klub werde auf ihn warten. Dreesen machte deutlich, warum er nicht an ein baldiges Karriereende glaubt: „Er will momentan noch spielen, das hat er ja schon mehrfach gesagt. Und das ist auch gut so“, sagte er und verwies auf das ungebrochene Feuer des 36-Jährigen.
Müller hat in Vancouver einen Vertrag bis Ende 2026 und möchte nach dem verlorenen Finale gegen Inter Miami einen neuen Anlauf starten. Dass Müller trotz seiner neuen Aufgabe in Kanada emotional stark mit Bayern verbunden bleibt, zeigte sein Besuch beim Heimspiel gegen Mainz (2:2) kurz vor Weihnachten.
„Ich habe mich total gefreut, dass er da war“, äußerte Dreesen über Müllers Besuch auf der Tribüne. Der Klub-Boss stellte klar, dass es keine Absprachen oder Zeitpläne für eine Rückkehr gibt. Dennoch bleibt die Grundhaltung an der Säbener Straße unmissverständlich: „Er wird immer einen Platz bei uns beim FC Bayern haben“, sagte Dreesen. Müller kenne seine Bedeutung und wisse, „dass unsere Türen für ihn immer offen sind“. Alles Weitere liegt in der Zukunft. Eines ist jedoch sicher: Die Verbindung zwischen Thomas Müller und dem FC Bayern ist nicht beendet; sie pausiert lediglich.