Timo Werner bleibt bei RB Leipzig: Ein überraschendes Comeback

Timo Werner bleibt bei RB Leipzig: Ein überraschendes Comeback

Timo Werner galt für die kommende Saison als aussortiert und drohte, auf der Tribüne zuschauen zu müssen. Doch die Situation entwickelt sich anders als erwartet.

Leipzig – Der Fanliebling Timo Werner kehrte Anfang Juli von seiner Leihe bei Tottenham Hotspur nach Leipzig zurück. Sein Plan war es, seinen Vertrag bei RB Leipzig zu erfüllen oder einen Verein zu finden, der seinen Gehaltsvorstellungen entspricht. Die Vereinsführung hingegen strebte an, ihn schnellstmöglich von der Gehaltsliste zu entfernen. Werner wurde klar kommuniziert, dass er bei RB keine Chance mehr habe. Überraschenderweise bleibt er jedoch und Sportchef Marcel Schäfer zeigt sich etwas gesprächsbereiter.

Über den Sommer hinweg lagen dem Stürmer mehrere Angebote vor, darunter von Vereinen aus Frankreich, Italien, England (Leeds United, FC Burnley) und dem Schwesterklub New York Red Bulls. In den USA hätte er einen Zweijahresvertrag mit einem Gehalt von fünf Millionen Euro pro Saison erhalten, mit Bonuszahlungen wäre es wahrscheinlich sogar noch mehr gewesen. Dennoch bestand Werner auf seinem Jahresgehalt von zehn Millionen Euro, das ihm für sein letztes Vertragsjahr in Leipzig zusteht. Bis zum Deadline Day kam jedoch keine Einigung mit einem Klub zustande, und es schien, als würde dem ehemaligen DFB-Star ein Jahr auf der Tribüne drohen.

Wie die Bild berichtet, hat Marcel Schäfer seine Meinung inzwischen geändert: „Bei uns gilt allein das Leistungsprinzip. Ich kenne keinen Trainer der Welt, der sich scheut, Spieler einzusetzen, die im Training am besten sind.“ Dennoch bleibt der Verein offen für einen Verkauf des Stürmers, da die Transferfenster in Saudi-Arabien (10. September) und der Türkei (12. September) noch geöffnet sind. „Wenn etwas reinkommt, sind wir weiterhin gesprächsbereit und lösungsorientiert“, so der 41-Jährige.

Da Chefcoach Ole Werner nur mit einer Sturmspitze spielt, wird es für den Angreifer dennoch schwierig, sich durchzusetzen, da die Neuzugänge Romulo und Conrad Harder vor ihm gesetzt sind. Letzterer wurde als Ersatz für Lois Openda verpflichtet, der zu Juventus Turin gewechselt ist – dieser Transfer wurde erst wenige Sekunden vor der offiziellen Bestätigung abgeschlossen.

Wie bei Timo Werner gilt auch für Torhüter Maarten Vandevoordt das Leistungsprinzip. Vor Saisonbeginn hatte das Trainerteam entschieden, dass Peter Gulacsi vorerst Stammtorhüter bleibt und in der Bundesliga zum Einsatz kommt, während der Belgier im DFB-Pokal spielen darf. RB Leipzigs Cheftrainer äußerte sich dazu bei der ersten Pressekonferenz der Saison: „Pete hatte in der sportlichen Bewertung einfach noch einmal die Nase vorn. Trotzdem gehört Maarten die Zukunft. Wir werden immer die Leistung bewerten und das auch während der Saison beobachten. Beide Torhüter haben unser absolutes Vertrauen. Es war keine leichte Entscheidung, aber es ist gut, diese Qualität auf der Position zu haben. Für die Mannschaft ist es in beiden Wettbewerben eine gute Situation, weil wir in beiden mit Toptorhütern antreten.“ Somit bleibt theoretisch alles offen – nicht nur auf der Torhüterposition, sondern auch für den vermeintlich aussortierten Werner.

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