Timo Werner: Der Hype um den Stürmer von RB Leipzig

Timo Werner: Der Hype um den Stürmer von RB Leipzig

In Leipzig kommt man um den Namen Werner nicht herum – sei es an der Seitenlinie oder in Bezug auf den Hype um den Stürmer. Der Cheftrainer ordnet den Wirbel ein.

Leipzig – Obwohl Timo Werner derzeit eine eher untergeordnete Rolle bei RB Leipzig spielt, hat er sich in den Augen von Fans und Medien zu einem ständigen Gesprächsthema entwickelt. Seit Sportchef Marcel Schäfer angedeutet hat, dass sich jeder Spieler über seine Trainingsleistungen empfehlen kann, hoffen viele Anhänger auf ein Comeback des Stürmers. Auch RB-Chefcoach Ole Werner hat den Hype bemerkt, lässt sich jedoch von ihm nicht beeinflussen.

Zuletzt war der 29-Jährige im Kader gegen Mainz und Köln, kam jedoch nicht zum Einsatz. Er verhält sich professionell und zeigt laut Trainer auch zufriedenstellende Leistungen im Training, doch aktuell stehen andere Spieler einfach über ihm. Selbst seine Mitspieler wünschen sich, dass Werner die Möglichkeit erhält, sich auf dem Platz zu beweisen. Ridle Baku äußerte kürzlich nach dem öffentlichen Dienstagstraining: „Timo ist wirklich ein Top-Spieler, sehr professionell, und ich würde mir wünschen, dass er mal ein paar Minuten bekommt.“

Chefcoach Ole Werner lässt sich von dem ganzen Wirbel jedoch nicht beeinflussen, auch wenn er zugibt: „Es ist irgendwo natürlich, dass diese Geschichte interessiert. Timo hat riesige Verdienste im Verein, und jeder weiß, was in ihm steckt. Er ist ein guter Typ, das stellt niemand infrage, auch ich nicht.“

Die Entscheidungen sind auch für den 37-Jährigen nicht immer einfach, doch er versucht, den Kader sowie die Startelf stets nach drei Faktoren aufzustellen: Spielleistung, Trainingsleistung und Passung zum Gegner. „Das ist natürlich auch immer eine Wahrnehmungssache, aber ich nehme für mich in Anspruch, dass ich das losgelöst von allen Themen drumherum in der Regel ganz gut gelöst bekomme. Auf dieser Grundlage treffen wir Entscheidungen, und das wird sich auch nicht ändern“, so der Übungsleiter.

Timo Werners entscheidender Nachteil bleibt die fehlende Spielpraxis. Doch das Beispiel von Assan Ouedraogo, der fast ein Jahr lang mit Verletzungen zu kämpfen hatte und auch in der Vorbereitung nicht an jedem Spiel teilnehmen konnte, zeigt, dass das Leistungsprinzip greifen kann. Der 19-Jährige erhielt beim 3:1 gegen Köln seinen ersten Startelfeinsatz, weil er in der vorhergehenden Trainingswoche extrem positiv aufgefallen war. Für Werner bleibt es also wichtig, Geduld zu üben und hart zu arbeiten. Auch Leon Goretzka hatte im vergangenen Jahr beim FC Bayern München eine schwierige Phase, kämpfte sich jedoch innerhalb von drei Monaten zurück in die Startelf und ist seitdem unverzichtbar.

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