Transfergerüchte um Serhou Guirassy beim BVB
Transfergerüchte rund um die besten Spieler sind beim BVB an der Tagesordnung. Bei einem der größten Stars, Serhou Guirassy, soll Dortmund eine Schmerzgrenze festgelegt haben.
Der "Klassiker" zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund wurde von vielen als Duell der Superstürmer inszeniert: Harry Kane gegen Serhou Guirassy. Während die Münchner das Spiel gegen den BVB nur knapp mit 2:1 gewannen, war der Unterschied zwischen dem Engländer und dem Guineer deutlich. Kane war der beste Spieler auf dem Platz, während Guirassy nicht in Topform war.
Guirassy hat weiterhin mit Problemen am Oberschenkel zu kämpfen. Symbolisch für das ungleiche Duell der Stürmer war das 1:0: Kane drängte Guirassy im Luftkampf leicht zur Seite, was ihm Platz für seinen kraftvollen Kopfball verschaffte. Guirassy beschwerte sich nicht und trug damit zur Anerkennung des durchaus umstrittenen Treffers bei.
Nach einem starken Saisonstart hat Guirassy aufgrund muskulärer Beschwerden deutlich an Form verloren. Seit Mitte September erzielte der 29-Jährige vor dem Champions-League-Spiel gegen den FC Kopenhagen am Dienstagabend nur ein Tor. Trainer Niko Kovač nimmt seine "Lebensversicherung" in Schutz und verweist auf ihre wichtigen Dienste, auch wenn es vor dem Tor derzeit nicht läuft.
Der BVB weiß, was er an Guirassy hat, selbst in einer Phase, in der er nicht in Bestform ist. Gleichzeitig sind die Begehrlichkeiten, die seine Leistungen der letzten Jahre geweckt haben, bekannt. Laut der Bild-Zeitung haben die Verantwortlichen intern eine Schmerzgrenze von 80 Millionen Euro definiert. Bei dieser Summe würde die Vereinsführung "schwach werden" und Guirassy 2026 ziehen lassen.
Allerdings hat der BVB nicht alle Fäden in der Hand: Gerüchten zufolge besitzt Guirassy eine Ausstiegsklausel, deren Höhe mit jedem Vertragsjahr sinkt. Nach der aktuellen Saison soll die festgelegte Ablöse für den Angreifer nur noch 50 Millionen Euro betragen. Für Klubs wie den FC Barcelona und andere englische Schwergewichte wäre das ein Schnäppchen.
Alle anderen Interessenten müssten mit dem BVB verhandeln, und die Messlatte liegt laut Boulevardblatt bei 80 Millionen Euro. Dass diese Schmerzgrenze realistisch ist, zeigt das Angebot von Al-Hilal im vergangenen Sommer. Der saudi-arabische Klub bot angeblich 80 Millionen Euro für Guirassy und lockte ihn mit einer Verdopplung seines Gehalts auf bis zu 20 Millionen Euro jährlich.
Guirassy selbst wies die Gerüchte im Sommer zurück: "Es wird immer viel über einen Wechsel nach Saudi-Arabien gesprochen, aber nichts davon ist bis zu mir vorgedrungen." Er wolle beim BVB "Titel gewinnen" und fühle sich "sehr wohl" in Dortmund. Gleichzeitig ist es kein Geheimnis, dass sein Bruder und Berater den Markt ständig im Auge behalten.
Ein Abschied von Guirassy im Jahr 2026 wäre keine Sensation. Mit dann 30 Jahren möchte der Stürmer einen lukrativen Vertrag unterzeichnen. Beim BVB ist Guirassy bis 2028 gebunden, und eine teure Vertragsverlängerung ist nicht zwingend. Die Spielerseite hat es clever mit der sinkenden Klausel eingefädelt; die Frage bleibt nur, ob einer der Topklubs zuschlagen wird.
Der BVB muss hoffen, dass keiner der Klubs mit Ausstiegsklauseln ernsthafte Angebote für Guirassy abgibt. Ob 50 oder 80 Millionen Ablöse – oder gar keine, weil Guirassy bleibt: Alle Szenarien sind möglich. Bisher hat der Stürmer keinen Anlass zur Sorge gegeben, dass die Gerüchte seine Leistungen beeinträchtigen könnten. Um Argumente für einen XXL-Vertrag bei einem Topklub zu sammeln, muss der Nationalspieler im BVB-Trikot überzeugen.