Trinkpausen als taktisches Mittel bei der WM 2026

Trinkpausen als taktisches Mittel bei der WM 2026

Bei der WM 2026 könnten Trinkpausen weit mehr sein als nur eine Abkühlung. Der ehemalige Nationalspieler Marcell Jansen sieht in diesen Unterbrechungen ein wichtiges taktisches Instrument.

München – Die Weltmeisterschaft wird nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch durch äußere Bedingungen geprägt. Besonders die teils hohen Temperaturen an den Spielorten in den USA, Mexiko und Kanada könnten einen erheblichen Einfluss auf das Turnier haben. Daher könnten die Trinkpausen eine größere Rolle spielen, als zunächst angenommen.

Die kurzen Pausen, die in der Regel um die 22. und 67. Minute stattfinden, bieten den Mannschaften die Möglichkeit, sich neu zu organisieren und taktische Anpassungen vorzunehmen. „Ich glaube, die Trinkpausen können ein bedeutendes Element sein“, betonte Marcell Jansen in der täglichen YouTube-Show „Die WM-WG“ von Absolut Fussball (powered by IPPEN.MEDIA).

Anders als in einer regulären Halbzeitpause finden die Unterbrechungen mitten im Spiel statt. So konnte beispielsweise Bundestrainer Julian Nagelsmann beim 7:1-Auftaktsieg der DFB-Elf gegen Curacao die Spielweise seines Teams bereits frühzeitig anpassen. Nach einer taktischen Umstellung in der ersten Halbzeit spielte die deutsche Mannschaft effizienter und erzielte mehrere Tore.

Die Trinkpause dient somit nicht nur dem Schutz der Spieler und als willkommene Werbemöglichkeit für die FIFA, sondern auch als taktisches Element. Dies könnte im weiteren Turnierverlauf, insbesondere für die DFB-Auswahl, immer wichtiger werden, da in der Vorrunde mit der Elfenbeinküste und Ecuador zwei stärkere Gegner als Curacao warten.

„Es wird Gegner geben, die ihre Spielideen konsequent umsetzen wollen und eine andere Physis mitbringen. Da wird es entscheidend sein, taktisch schnell und effektiv zu reagieren“, sagte Jansen. Der zweifache WM-Teilnehmer ergänzte: „Solche Anpassungen sind bei den schwierigeren Aufgaben im Turnier entscheidend, um jede Möglichkeit für taktische Anpassungen zu nutzen.“ Möglicherweise kann Deutschland am kommenden Samstag in der zweiten Partie gegen die Elfenbeinküste (22.00 Uhr in Toronto) erneut von diesen Trinkpausen profitieren.

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