U-17-Nationalmannschaft scheitert im WM-Sechzehntelfinale gegen Burkina Faso

U-17-Nationalmannschaft scheitert im WM-Sechzehntelfinale gegen Burkina Faso

Doha – Der Traum von der Titelverteidigung ist für die deutsche U-17-Nationalmannschaft bei der WM in Katar bereits im Sechzehntelfinale geplatzt. Die Mannschaft von Trainer Marc-Patrick Meister unterlag dem Außenseiter Burkina Faso mit 0:1 und muss somit frühzeitig die Koffer packen.

Nach dem beeindruckenden 7:0-Sieg gegen El Salvador war die Hoffnung groß, dass dies der inoffizielle Start ins Turnier sein könnte. In den ersten beiden Spielen hatte die Nachwuchsauswahl gegen Kolumbien und Nordkorea jeweils nur 1:1 unentschieden gespielt und sich sichtbar schwergetan. Doch bereits nach fünf Minuten erlebte das Team einen herben Rückschlag.

Ein gravierender Fehler im Aufbauspiel ermöglichte Burkina Faso, früh in Führung zu gehen, als ein sehenswerter Schlenzer ins lange Eck das 1:0 brachte. Abgesehen von einem Volley des Bayern-Jungstars Mike, der am Torhüter scheiterte (8.), tat sich die Meister-Elf gegen die Westafrikaner schwer.

Trainer Meister hatte bereits vor dem Spiel gewarnt: „Burkina Faso ist eine kämpferisch starke, diszipliniert verteidigende Mannschaft. Sie spielen sehr direkt – ähnlich wie Kolumbien – und werden unsere Defensive ohne große Umwege beschäftigen. Es ist ein echter Gradmesser für uns.“

Der Außenseiter präsentierte sich körperlich stark und defensiv gut strukturiert, wodurch kaum Gefahr vor dem eigenen Tor entstand, während sie zielstrebig nach vorne spielten. Die burkinische Nationalmannschaft war näher am zweiten Treffer als die deutsche U-17 am Ausgleich. Besonders bitter war die Verletzung des Frankfurters Is, der unglücklich einen Finger seines Gegenspielers ins Auge bekam und ausgewechselt werden musste.

Auch nach der Halbzeit blieb die DFB-Auswahl vom Verletzungspech verfolgt. Afri Akumu musste nach einem Ellenbogenschlag ins Gesicht das Feld verlassen. Trotz der Herausforderung von Trainer Meister entschied der Schiedsrichter nur auf Gelb für den Übeltäter Coulibaly. Beim anschließenden Freistoß verpasste Kaba den Ausgleich nur knapp (52.), während sich am Spielverlauf wenig änderte.

Immer mehr Räume eröffneten sich für die Westafrikaner, die mehrere Chancen für eine Vorentscheidung vergaben. In der zweiten Minute der Nachspielzeit stand Diakité bei seinem Tor im Abseits. So durfte die U-17-Nationalmannschaft bis zum Ende der achtminütigen Nachspielzeit auf einen Ausgleich hoffen.

Bei der letzten Aktion des Spiels landete der Ball schließlich im burkinischen Tor, jedoch stand der erst wenige Minuten zuvor eingewechselte Kaltefleiter deutlich im Abseits. Damit feierte der Außenseiter einen überraschenden Erfolg und trifft im Achtelfinale auf Uganda. Die deutsche U-17 verpasst es, in die Fußstapfen ihrer Vorgänger zu treten, die sowohl die Welt- als auch die Europameisterschaft gewonnen hatten.

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