UEFA-Ermittlungen gegen FC Bayern wegen Fanverhalten

UEFA-Ermittlungen gegen FC Bayern wegen Fanverhalten

Die UEFA hat ein Ermittlungsverfahren gegen den FC Bayern München eingeleitet. Mindestens einer der Vorwürfe gegen die Fans dürfte auf wenig Verständnis stoßen.

München – Nach dem spannenden 3:3-Unentschieden von Luis Díaz gegen Real Madrid hatten sich einige Bayern-Fans im Bereich vor der Südkurve aufgehalten. Diese Zone liegt außerhalb der offiziellen Tribünen, jedoch auch nicht auf dem Spielfeld. Auch nach dem endgültigen 4:3-Sieg blieben sie hinter den Werbebanden stehen. Nun hat die UEFA deshalb Ermittlungen eingeleitet.

Am frühen Freitagabend, dem 17. April, wurden die Ermittlungen des europäischen Fußballverbandes öffentlich bekannt. Insgesamt wirft die UEFA dem FC Bayern vier Verstöße vor: „Störung durch Zuschauer“, „Blockierung öffentlicher Wege“, das „Werfen von Gegenständen“ und – für die aufmerksamen Bayern-Fans – die „Übermittlung einer für eine Sportveranstaltung ungeeigneten Botschaft (Anti-UEFA-Banner)“.

Es deutete sich schnell an, dass das Verhalten der Fans beim Sieg über Real Madrid nicht nur als unproblematisches Feiern betrachtet werden würde. Bereits auf den TV-Bildern war zu erkennen, wie mehrere Fotografen heftig gegen die Bande gedrückt wurden. Später stellte sich heraus, dass zwei von ihnen verletzt wurden, wobei eine Person sogar das Bewusstsein verlor.

Die Dachorganisation der Bayern-Fans entschuldigte sich umgehend bei den verletzten Fotografen und zeigte sich einsichtig. Ob dies jedoch für alle Anklagepunkte der UEFA gelten wird, ist fraglich. Die Frage nach der Art der Störung durch die Fans darf gestellt werden, da diese, wie bereits erwähnt, hinter der Bande blieben und es keineswegs zu einem Platzsturm kam.

Die Ermittlungen bezüglich des „Anti-UEFA-Banners“ werden vermutlich weniger zu einem einsichtigen Verhalten führen als zu einer Trotzreaktion der organisierten Fans, möglicherweise in Form eines weiteren Banners mit Kritik am Verband. Zudem ist es unrealistisch, dass die UEFA durch Strafandrohungen gegen kritische Botschaften auf den Rängen ihr Ansehen verbessern kann.

Welche Strafen die UEFA gegen den FC Bayern in Erwägung zieht, ist derzeit unklar. Im schlimmsten Fall könnte ein teilweiser Zuschauerausschluss drohen, da die Bayern-Fans bereits Wiederholungstäter sind. In dieser Champions-League-Saison war ein Teil der Südkurve bereits aufgrund wiederholten Pyro-Gebrauchs gesperrt.

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