Uli und Joachim Hebel zu Gast in der WM-WG

Uli und Joachim Hebel zu Gast in der WM-WG

In der 15. Folge von „Die WM-WG“ waren die Sportkommentatoren Uli und Joachim Hebel zu Gast. Die beiden Brüder sprachen über Thomas Tuchel, das DFB-Team und ihr Leben als Vollwaisen.

München – Klare Meinungen, überraschende Einschätzungen und jede Menge Gesprächsstoff: In der neuesten Ausgabe der „WM-WG“ von Absolut Fussball (powered by IPPEN.MEDIA) reflektierten Uli und Joachim Hebel die bisherigen Ereignisse bei der WM in Nordamerika. Dabei thematisierten sie unter anderem die Arbeit von Thomas Tuchel mit der englischen Nationalmannschaft sowie ihr bewegtes Leben als Vollwaisen.

Uli erzählte von ihrem Buch „Hoffentlich haben die TV im Himmel“ und dem Aufwachsen ohne Eltern: „Wir sind beide als Vollwaisen aufgewachsen. Seit etwa 10 Jahren sind wir in der Branche tätig und konnten uns nie vorstellen, dass Mitleid eine Rolle spielt. Irgendwann kommen Fragen auf, wie: Wenn ihr um 16 Uhr kommentiert, was schauen dann eure Eltern? Das kann man eine Zeit lang umgehen, aber irgendwann wird es offensichtlich. Daher haben wir beschlossen, unsere Geschichte aufzuschreiben.“

Joachim fügte hinzu: „Es gab viele, die das nicht wussten. Viele fragten sich: Jetzt verstehe ich, warum ihr so seid, wie ihr seid. Uns war es wichtig, die Geschichte klar und offen zu erzählen.“

In Bezug auf Englands Spiel gegen Ghana äußerte Uli seine Zufriedenheit mit Tuchels Ansatz: „Ich glaube, Tuchel ist sehr glücklich mit dem Verlauf. Ich habe die Einwechslungen bisher als positiv empfunden. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr hatte ich das Gefühl, sie würden ihr Tor noch machen.“

Joachim ergänzte: „Es ist schwierig gegen einen Gegner wie Ghana, der defensiv gut organisiert ist. Das ist ein Problem, das wir auch gegen Curacao hatten.“

Uli sprach über die Erwartungen an Tuchel: „Es ist Wahnsinn. Wenn er den Titel nicht holt, wird das als Schande angesehen. Das zeigt, wie tief die Wunden der Engländer sind, dass sie einen deutschen Trainer akzeptieren und respektieren.“

Über Tuchels Führungsstil meinte Uli: „Tuchel ist ein Überzeugungstäter, der die Verantwortung übernimmt und klare Entscheidungen trifft.“

Zur Rotation im DFB-Team sagte Uli: „Wir beobachten das von außen und ich würde nicht rotieren. Diese Mannschaft lebt von der Harmonie im Zusammenspiel.“

Joachim fügte hinzu: „Es gibt gute Argumente für beides. Julian Nagelsmann muss ein Gespür dafür entwickeln, wo die Mannschaft psychologisch steht.“

Uli äußerte seine Bedenken zur Kommerzialisierung der XXL-WM: „Die Konten zeigen, dass es einen Sinn hat, aber ich bin hin- und hergerissen. Vier Spiele an einem Tag sind schon heftig. Ich möchte alles verstehen, aber das ist einfach nicht möglich.“

Joachim stimmte zu: „Früher haben Uli und ich jedes Spiel am Stück geschaut, aber das ist heute nicht mehr machbar.“

Zur Personalie Nick Woltemade sagte Joachim: „Ich war überrascht, dass er nicht statt Goretzka eingewechselt wurde. Er hätte gut ins Spiel gepasst, aber er hatte zuletzt Probleme in England.“

Über den möglichen Gegner für Deutschland im Sechzehntelfinale bemerkte Joachim: „Als Kommentator muss man sich intensiv einlesen, um die Situation zu verstehen.“

Die WM in Nordamerika ist ein Ausnahmezustand – und genau dafür gibt es jetzt dein neues tägliches Ritual: „Die WM-WG“ von Absolut Fussball (powered by IPPEN.MEDIA). Jeden WM-Tag streamen wir um 12 Uhr eine frische Ausgabe im entspannten WG-Setting – direkt, nahbar und perfekt, um schnell in den Turniermodus zu kommen. Hier verpasst du nichts. In der WM-WG bekommst du den Mix, den echte WM-Fans wollen: News, Einordnungen und Unterhaltung.

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