Umbauarbeiten am FC Bayern Trainingsgelände
Ruhe an der Säbener Straße? Ganz und gar nicht! Während die Spieler des FC Bayern München eine wohlverdiente Auszeit genießen, laufen umfangreiche Umbauarbeiten auf Hochtouren. Allerdings werden nicht alle Projekte bis zum Trainingsstart am 20. Juli abgeschlossen sein.
München – Serge Gnabry ist sich der Situation bewusst. Während der verletzte Star des FC Bayern sein Reha-Programm absolviert, hat er einen hervorragenden Blick auf das lebhafte Treiben auf der Baustelle. Bagger, Tiefbaugeräte, Rohre und Planierraupen prägen das Bild an dem Ort, wo Vincent Kompany in anderthalb Wochen zum Trainingsauftakt einlädt. Der Staub und die Bauarbeiten stehen in starkem Kontrast zum satten Grün der Trainingsplätze. Dennoch wird das kleine Großprojekt, das während der WM-Pause ins Leben gerufen wurde, keinen Einfluss auf den Trainingsbetrieb haben – weder auf die Aufenthaltsorte der Spieler noch auf die Trainingsflächen selbst.
Aktuell wird an allen Ecken gearbeitet. Die Säbener Straße ist vor der Geschäftsstelle auf eine Spur verengt, da sowohl der Fanshop als auch das Leistungszentrum erweitert werden. Während die Arbeiten auf den Trainingsplätzen – einschließlich der Fitness-Parcours und der Beachvolleyball-, Padel- und Basketballplätze, die einem dritten Hybridrasenplatz weichen müssen – bereits bekannt waren, fanden die Pläne zur Modernisierung des Profi-Bereichs eher im Stillen statt. Momentan wird nicht das umgesetzt, was der Aufsichtsrat genehmigt hat und 2025 aus Kostengründen gestrichen wurde, sondern ein sogenannter „Umbau light“. Das bedeutet viel Neues, jedoch mit überschaubaren Mitteln.
Alle vier Etagen des Leistungszentrums sind betroffen. Unter anderem wird es mehr Platz im Nassbereich sowie für das Team-Management und die Leistungsdiagnostik geben. Da die Arbeiten Zeit in Anspruch nehmen werden, wird eine „Übergangsphase“ vorbereitet. Innen sind einige Bereiche des Leistungszentrums zur Baustelle hin mit Holz verkleidet; außen wird angestrebt, dass immer zwei der dann drei mit Hybridrasen der italienischen Firma „Limonta“ und einem Sichtschutz ausgestatteten Plätze bespielbar sind. Gleichzeitig werden die beiden Projekte nicht rechtzeitig fertiggestellt sein.
Die genaue Lage des neuen Platzes ist weitsichtig geplant. Dieser war bereits in der Baugenehmigung für das neue Leistungszentrum, das über 100 Millionen Euro kosten wird, enthalten – eine praktische Vorkehrung, falls sich eines Tages doch für den großen Neubau entschieden wird. Die interne Tendenz ist jedoch klar: In den kommenden Jahren wird dies nicht der Fall sein.