Ungewisse Zukunft von Niklas Süle bei Borussia Dortmund
Die Zukunft von Niklas Süle bei Borussia Dortmund ist wenige Monate vor dem Ende seines Vertrages ungewiss. Ein möglicher Transfer im Winter führt bereits nach Italien.
Nach einer wochenlangen Verletzungspause feierte Süle kürzlich sein Comeback und spielte im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach (2:0) aufgrund der angespannten Personalsituation in der BVB-Innenverteidigung erstmals in dieser Saison über 90 Minuten. Der 30-Jährige zeigte dabei, dass er weiterhin auf höchstem Niveau überzeugen kann.
Dies hat auch das Interesse anderer Vereine geweckt, darunter die AC Mailand. Laut einem Bericht der Gazzetta dello Sport gilt der ehemalige deutsche Nationalspieler als potenzieller Transferkandidat für die bevorstehende Wechselperiode. In Mailand könnte Süle auf seinen ehemaligen Teamkollegen Niclas Füllkrug treffen, der Berichten zufolge kurz vor einem Wechsel zu den Rossoneri steht.
Ein Transfer zu dem italienischen Klub erscheint jedoch wenig realistisch. Die Bild berichtet, dass dieses Szenario „in weiter Ferne“ sei, da Süles Jahressalär von bis zu 14 Millionen Euro das Gehaltsgefüge der Rossoneri überschreiten würde. Zudem rangiert der BVB-Star auf der internen Transferliste hinter Mario Gila von Lazio Rom und Axel Disasi vom FC Chelsea, die ebenfalls mit einem Wechsel in Verbindung gebracht werden.
Süles Vertrag bei Borussia Dortmund ist bis zum Ende der Saison gültig, wodurch seine Zukunft in Dortmund ungewiss bleibt. Kürzlich wurde bereits über einen beschlossenen Abschied berichtet. Ob er seine Chancen auf einen neuen Vertrag mit seiner starken Leistung gegen Gladbach, in der er das Führungstor von Julian Brandt sehenswert vorbereitete, verbessern konnte, bleibt abzuwarten. Für seine Leistung erhielt er jedoch bereits Lob.
„Wir wissen alle, was Niki kann“, schwärmte BVB-Trainer Niko Kovac nach dem Spiel. „Die Tatsache, dass er das Tor auflegt, zeigt, welches Gefühl er im Fuß hat und welche Qualitäten er besitzt. Ich hoffe, dass er daran anknüpfen und weitermachen kann. Ich bin froh, dass ich ihn habe“, betonte Kovac. Auch Sebastian Kehl äußerte sich positiv über Süles „gute Leistung“.
„Vor allem, wenn man bedenkt, was in den letzten Tagen auf ihn eingeprasselt ist und wie kritisch die Berichterstattung über ihn war. Da steht ein Junge auf dem Platz, der lange nicht gespielt hat. Respekt vor der Leistung, Niki. Das kann man wirklich positiv hervorheben“, lobte der Sportdirektor den Innenverteidiger. Dies klingt nicht danach, als ob bereits feststeht, dass Süle in der kommenden Saison nicht mehr in schwarz-gelb auflaufen wird.
Für einen neuen Vertrag müsste der 49-fache Nationalspieler jedoch auf einen Großteil seines Gehalts verzichten und bis zum Ende der Saison einige weitere überzeugende Auftritte wie den gegen Gladbach zeigen. Andernfalls könnte sich der Weg im Sommer 2026 nach vier eher enttäuschenden Jahren trennen.