Valentina Maceri über Olises Zukunft und mögliche Wechselgerüchte
München – Fußball-Journalistin Valentina Maceri hat sich in der Sendung „Die WM-WG“ von Absolut Fussball (powered by IPPEN.MEDIA) zu den Spekulationen über einen möglichen Wechsel von Michael Olise zu Real Madrid geäußert und rät dem Bayern-Stürmer dringend davon ab. Ihrer Meinung nach hängt die Entscheidung jedoch letztlich vom Spieler selbst ab: „Der wichtigste Aspekt ist Olise selbst. Wenn ein Spieler unbedingt gehen möchte, kannst du als Verein alles versuchen, ihn zu halten, du tust dir damit keinen Gefallen.“
Sportlich betrachtet, ergibt ein Abschied aus München für Maceri keinen Sinn, es sei denn, private Gründe spielen eine Rolle: „Wenn er jetzt sagt, auf privater Ebene, er will unbedingt nach Madrid, er will in Madrid leben, dann ist das ein nachvollziehbarer Wechsel.“ Ansonsten bleibe beim FC Bayern alles beim Alten, sowohl personell als auch strukturell.
Die Journalistin verweist zudem auf die sportliche Situation der Münchner, die für einen Verbleib sprechen: „Aber ansonsten bleibt ja das Team bei Bayern das Gleiche. Der Trainer bleibt der Gleiche. Sie waren so kurz davor, die Champions-League zu gewinnen letztes Jahr.“ Der Rekordmeister habe eine herausragende Saison gespielt und nur knapp den großen Coup verpasst.
Genau diese Nähe zum Titel macht für Maceri einen Wechsel umso unverständlicher: „Sie haben eine herausragende Saison gespielt, ihnen fehlen 10 Prozentpunkte, um den ganz großen Coup zu schaffen, also den Henkelpott. Da wäre jeder Spieler, der eine entscheidende Rolle in diesem Team spielt, doof, zu wechseln, zu einer Mannschaft mit vielen Fragezeichen.“ Bei den Königlichen gebe es hingegen einige Unsicherheiten, etwa in der Kabine.
Als einzigen nachvollziehbaren Grund für einen Wechsel nennt Maceri einen bestimmten Wunsch des Spielers: „Mit Mourinho ein neuer Trainer, Kabine schwierig etc. Oder er sagt, sein Traum war schon immer, unter Mourinho zu spielen.“ Nur ein solcher persönlicher Herzenswunsch würde ihrer Einschätzung nach einen Abschied vom FC Bayern rechtfertigen.