VAR-Entscheidung sorgt für Aufregung beim FC Schalke 04

VAR-Entscheidung sorgt für Aufregung beim FC Schalke 04

Gelsenkirchen – Eine umstrittene VAR-Entscheidung sorgte beim Zweitliga-Topspiel zwischen dem FC Schalke 04 und dem SC Paderborn (2:1) für hitzige Diskussionen. In der Anfangsphase des Spiels entschied Schiedsrichter Tobias Reichel zunächst auf einen Strafstoß, nachdem Paderborns Calvin Brackelmann Moussa Sylla gefoult hatte – bis der Video-Assistent eingriff.

Sylla hatte sich im Sprintduell einen leichten Vorteil erarbeitet und den Ball bereits in den Strafraum gelegt, als Brackelmann ihn berührte. Ein erster, leichter Kontakt fand zwar noch vor der Strafraumgrenze statt, doch der Schalker Stürmer kam erst durch die entscheidende Berührung auf der Linie beziehungsweise innerhalb des Strafraums zu Fall.

Trainer Miron Muslic war von der Situation überzeugt. „Ich habe mir die Bilder noch einmal angeschaut. Ich finde: Die erste Entscheidung des Schiedsrichters war die richtige. Es ist ein klarer Elfmeter, ein klares Foul innerhalb der Box“, erklärte er. Nach einem minutenlangen VAR-Check änderte Reichel jedoch seine ursprüngliche Entscheidung und erklärte über das Stadionmikrofon, „der Kontakt fand außerhalb statt“. Statt eines Elfmeters gab es einen Freistoß und Gelb für Brackelmann, was die Schalker Bank verärgerte.

Muslic äußerte sich nicht nur über die Stornierung des Strafstoßes, sondern auch über die Entscheidung, die gelbe Karte zu zeigen: „Warum der VAR einschreitet und das klare Foul innerhalb des Strafraums nach außen legt und Gelb zeigt, obwohl es sich um einen Torraub handelt, verstehe ich nicht.“ In den Augen des Trainers wäre Sylla ohne das Foul frei vor dem Tor gewesen.

Für Schalke war dies bereits die zweite strittige Entscheidung innerhalb von zwei Wochen. Schon beim 0:0 gegen Münster wurde ein direkt verwandelter Eckball von Finn Porath wegen eines vermeintlichen Fouls aberkannt – auch damals war der Trainer von S04 verwundert.

Die erneute VAR-Kontroverse wurde jedoch nicht spielentscheidend, da Schalke die Partie letztendlich drehte und mit 2:1 gewann. Kapitän Kenan Karaman nahm die Aufregung gelassen: „Ich habe es im Spiel auch als Elfmeter wahrgenommen. Der Schiedsrichter hat es geprüft, also muss es ja stimmen.“ Muslic hingegen wird die Episode wohl noch länger beschäftigen – der Unmut über den vermeintlichen „Elfer-Klau“ bleibt.

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