VfB Stuttgart mit starkem Auftritt gegen Celtic Glasgow

VfB Stuttgart mit starkem Auftritt gegen Celtic Glasgow

Der VfB Stuttgart bleibt trotz eines Geschenks in Form eines Gegentors an einem besonderen Europapokal-Abend im Celtic Park gelassen und macht den ersten Schritt in Richtung des angestrebten Achtelfinaleinzugs.

Glasgow - Dank der Tore von Bilal El Khannouss, Jamie Leweling und Tiago Tomás hat der VfB Stuttgart ausgezeichnete Chancen auf das erste Europapokal-Achtelfinale seit 13 Jahren. Mit einem verdienten 4:1 (2:1) beim schottischen Meister Celtic Glasgow stehen die Schwaben vor dem Rückspiel in der Europa League am kommenden Donnerstag sehr gut da.

Unbeeindruckt von der außergewöhnlichen Atmosphäre im Celtic Park führten der marokkanische Afrika-Cup-Vizemeister El Khannouss (15. Minute/28.), Nationalspieler Leweling (57.) und Tomás (90.+3) den VfB zum Erfolg. Ihre Tore dämpften die Stimmung der Celtic-Fans, die nur nach einem fatalen Fehlpass von Kapitän Atakan Karazor (21.) jubeln konnten, der zum zwischenzeitlichen 1:1 durch Benjamin Nygren führte.

Im Falle des Weiterkommens würde der DFB-Pokalsieger von Trainer Sebastian Hoeneß auf den FC Porto oder Sporting Braga aus Portugal treffen. Der SC Freiburg, als zweiter Bundesliga-Vertreter, hat sich direkt für die Runde der besten 16 qualifiziert.

Abgesehen von dem Patzer vor dem Ausgleich überzeugten die Schwaben und nahmen den Celtic-Anhängern früh den Enthusiasmus. Auch eine kurze Unterbrechung des Spiels, die durch das Werfen von Tennisbällen durch Celtic-Fans verursacht wurde, konnte den VfB nicht aus der Ruhe bringen.

Als das Spiel fortgesetzt wurde, erwischte der Bundesliga-Vierte den erhofften Start. Der erste Treffer fiel nach einem kurzen Abschlag von Celtic-Keeper Kasper Schmeichel. VfB-Innenverteidiger Finn Jeltsch gewann das Kopfballduell, Deniz Undav legte per Hacke vor, und El Khannouss schloss mit einem Flachschuss ab, den Schmeichel nicht parieren konnte.

Der Ausgleich durch Nygren entstand nach einem heftigen Defensivfehler von Karazor, der unter Druck geraten war. Nygren umkurvte VfB-Torhüter Alexander Nübel und schob zum 1:1 ein.

Ohne diesen Fehler hätte die Hoeneß-Elf bereits vor der Pause für eine komfortable Situation sorgen können. Nach einer abgefälschten Flanke von Angelo Stiller stellte El Khannouss mit einem Kopfball den alten Abstand wieder her.

Der VfB zeigte damit die Effizienz, die in den vergangenen Monaten bei seinen Auswärtsauftritten in der Europa League oft gefehlt hatte. Die Celtic-Defensive machte es El Khannouss jedoch nicht allzu schwer.

Das 3:1 fiel zu einem wichtigen Zeitpunkt, als der schottische Traditionsverein den VfB etwas mehr unter Druck setzte. Leweling zog aus rund 20 Metern ab, der Ball sprang auf dem Rasen auf und über den rechten Arm des Keepers. Ermedin Demirovic und Co. jubelten wenig später erneut, doch der vermeintliche Doppelschlag wurde aufgrund einer Abseitsposition nicht gewertet.

Viele Celtic-Fans machten sich dennoch vorzeitig auf den Heimweg und verpassten somit das Tor von Tomás in der Nachspielzeit. Im Rückspiel muss der VfB auf Abwehrchef Jeff Chabot verzichten, der gelbgesperrt ist.

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