VfB Stuttgart nach Niederlage gegen AS Rom: Analyse und Ausblick
Nach der Niederlage gegen die AS Rom zieht der VfB Stuttgart ein hartes Fazit. Trainer Sebastian Hoeneß und Spieler Jeff Chabot benennen entscheidende Faktoren, die zur Pleite führten.
Die Abwesenheit von Angelo Stiller, der beim Stuttgarter Gastspiel in Rom fehlte, war sicherlich spürbar. Nach dem Spiel traf der angeschlagene Mittelfeldspieler in der Mixed Zone auf seinen Coach Sebastian Hoeneß, der deutlich frustriert war und seine Unzufriedenheit äußerte. Der Grund für seinen Ärger war die fehlende Punkteausbeute in der Europa League.
In einem TV-Interview bei RTL erklärte Hoeneß: „Wir haben in drei Auswärtsspielen in Basel, Istanbul und hier in Rom einfach zu viele Chancen vergeben. Es ist absolut unfassbar, dass wir aus diesen drei Spielen null Punkte mitnehmen.“ In Rom vergab vor allem Deniz Undav mehrere klare Möglichkeiten.
Von zwei dieser Chancen muss man schlichtweg sagen: Mit den Ansprüchen eines Stürmers sollte er zumindest eine davon im gegnerischen Tor unterbringen. Auch Ermedin Demirovic, der erst in der 70. Minute eingewechselt wurde, ließ eine Chance dieser Güte ungenutzt. Ein Versäumnis, das sich gegen abgebrühte Gegner wie die AS Rom nicht erlauben lässt.
Die Cleverness der Italiener wird durch ihre Chancenverwertung deutlich: Aus zwölf Schüssen erzielten sie zwei Tore, während der VfB aus 15 Versuchen keinen Treffer erzielen konnte. Noch auffälliger wird es, wenn man die Qualität der Chancen betrachtet. Die Roma hatte einen xGoal-Wert von 1,0, während die Stuttgarter, die keinen Treffer erzielten, auf einen xGoal-Wert von 1,65 kamen.
Jeff Chabot sprach nach dem Spiel von der besonderen Cleverness der Roma. Auf die Frage von Absolut Fussball, ob genau diese Schläue den Schwaben in solchen Spielen fehle, antwortete er: „Ja, das würde ich schon sagen.“ In solchen wichtigen internationalen Begegnungen entscheiden oft Kleinigkeiten, so der Abwehrchef.
Chabot betonte, dass es nicht immer ausreicht, ein gutes Spiel zu machen, und erinnerte an Partien wie gegen Real Madrid (1:3) und Fenerbahce (0:1). Abschließend sagte er: „Es ist jetzt wichtig, dass wir aus dieser Erfahrung lernen und beim nächsten Mal etwas Zählbares mitnehmen.“ Die Konsequenzen der Niederlage gegen Rom sind jedenfalls deutlich.
Voraussichtlich müssen die Stuttgarter in den Playoffs eine zusätzliche Runde spielen. Positiv ist jedoch, dass ein Ausscheiden vorzeitig nicht mehr möglich ist. Mit einem Sieg im abschließenden Ligaspiel gegen Bern am kommenden Donnerstag können sie sich zumindest so positionieren, dass sie in den Playoffs gegen einen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte antreten dürfen.