VfB Stuttgart verpasst wichtige Punkte in der Europa League
Der Traum des VfB Stuttgart von einer direkten Qualifikation für das Achtelfinale der Europa League gerät ins Wanken. In einem herausfordernden Auswärtsspiel gegen AS Rom musste der DFB-Pokalsieger eine 0:2-Niederlage hinnehmen, was die Ausgangslage für den Abschluss der Gruppenphase erheblich verschlechtert.
Mit den Toren von Niccolò Pisilli in der 40. und 90.+3 Minute entschied der Italiener die Partie zugunsten der Gastgeber. Nach der dritten Niederlage im siebten Gruppenspiel steht der VfB vor dem letzten Vorrundenspiel am kommenden Donnerstag gegen den Schweizer Club Young Boys Bern außerhalb der Top Acht. Um das angestrebte Ziel, unter die besten 16 Teams zu gelangen, zu erreichen, müsste der schwäbische Bundesligist zwei Zwischenrunden-Spiele überstehen.
Für die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß war es die erste Niederlage im Jahr 2026, nachdem sie zu Beginn der Rückrunde in der Bundesliga mit sieben Punkten aus drei Spielen erfolgreich gestartet war.
Obwohl die Stuttgarter, auch ohne ihren wichtigen Spieler Angelo Stiller, der verletzungsbedingt ausfiel, die Anfangsphase des Spiels dominierten, blieben sie gegen die gut organisierte Abwehr der Römer harmlos. Die beste Chance in der ersten Halbzeit hatte Jamie Leweling mit einem Schuss in der 33. Minute.
„Natürlich liegt die Hürde heute extrem hoch“, äußerte Sportvorstand Fabian Wohlgemuth kurz vor dem Anpfiff bei RTL, zeigte sich jedoch optimistisch: „Ich denke, an einem guten Tag ist hier mehr drin als ein Unentschieden.“
Nach etwa 20 Minuten fanden die Gastgeber besser ins Spiel. Der VfB schien zunächst die Kontrolle zu haben, geriet jedoch in Rückstand, als ein Pass in die Tiefe die Abwehrkette überwand. Pisilli nutzte die Gelegenheit und traf, wobei der Ball von VfB-Keeper Alexander Nübel noch abgefälscht wurde. Nübel verhinderte anschließend ein weiteres Gegentor.
Nach der Halbzeit hatte Nationalstürmer Deniz Undav eine gute Gelegenheit, vergab jedoch, indem er einen Abpraller nach einem Freistoß von Chris Führich über das Tor schoss (58.). Die Stuttgarter hatten weiterhin Schwierigkeiten, gegen die etwa 4.000 mitgereisten VfB-Fans Lücken in der Abwehr der Roma zu finden.
„Die Roma gehört zu den besten Mannschaften in der Europa League, sie spielen reif und erwachsen und sind zudem sehr abgezockt“, warnte Hoeneß vor dem Spiel. Seine Mannschaft konnte den erhofften Punkt nicht mitnehmen, auch weil der eingewechselte Ermedin Demirovic knapp 15 Minuten vor Schluss aus kurzer Distanz scheiterte.