VfB Stuttgart zieht mit Nervenstärke in die 2. DFB-Pokalrunde ein
Mit einer Mischung aus Glück und Nervenstärke hat der VfB Stuttgart die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht. Trainer Sebastian Hoeneß sorgte mit einer überraschenden Aussage zum bevorstehenden Spiel gegen Bayern München für Aufsehen.
Im spannenden Pokalspiel zwischen dem Zweitligisten Eintracht Braunschweig und dem Bundesligisten VfB Stuttgart, das nach 120 Minuten mit einem Stand von 4:4 (1:1) endete, ging es ins Elfmeterschießen. Hier setzte sich der schwäbische Favorit schließlich mit 8:7 durch.
Besonders kurios: Torwart Alexander Nübel, der in den ersten 90 Minuten unsicher wirkte und das 0:1 verschuldete, wurde zum Matchwinner, indem er drei Elfmeter hielt und sein Team somit in die nächste Runde führte. Was war ausschlaggebend für den letztlichen Erfolg?
„Nervenstärke“, fasste es Trainer Hoeneß prägnant zusammen. Sein Team habe vier oder fünf Mal in der Situation sein müssen, zu treffen, und „die Jungs“, so der Coach, sei glücklich über den Ausgang, „haben getroffen.“ Für Hoeneß war es vor allem wichtig, eine Runde weiterzukommen, doch er konnte sich einer Analyse der aktuellen Situation des VfB nicht entziehen.
Die Stuttgarter hatten zuvor alle drei Spiele verloren: den finalen Test gegen Bologna (0:1), den Supercup gegen den FC Bayern (1:2) sowie den Bundesliga-Auftakt bei Union Berlin (1:2). In diesem Zusammenhang äußerte Hoeneß deutliche Worte: „Bis zum Bologna-Spiel war die Vorbereitung wahrscheinlich zu gut. Möglicherweise hat es dazu geführt, dass wir dachten, wir seien einen Schritt weiter.“
Trotz der Pleite gegen Bologna war Hoeneß noch halbwegs zufrieden, da „Dreiviertel des Spiels“ gut gewesen seien. Über die Niederlage gegen den Rekordmeister aus München sagte der Trainer: „Ich habe es tatsächlich sogar kritischer gesehen, als es medial dargestellt wurde.“
Im Pokalfight gegen Braunschweig war Hoeneß sich bewusst, dass die Schwaben Glück hatten. Nach 85 Minuten lagen die Niedersachsen mit 3:2 in Führung, als der eingewechselte Nick Woltemade mit seinem Ausgleichstreffer zum 3:3 (89.) Stuttgart vor einer möglichen Pokal-Blamage rettete.
Am Samstag (15:30 Uhr/Sky) geht es für den VfB im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach weiter. Bis dahin, so Coach Hoeneß, ist zunächst „Wunden lecken“ angesagt, bevor es darum geht, die Mannschaft neu auszurichten und sie auf den Kampf um die ersten drei Punkte der Bundesligasaison einzuschwören.