Werder Bremen bereitet sich auf das Köln-Spiel nach Ausschreitungen in Wolfsburg vor
Beim letzten Auswärtsspiel in Wolfsburg kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Fans und Polizei. Wie bereitet sich Werder Bremen nun auf das Köln-Spiel vor?
Bremen – Die Vorfälle in Wolfsburg haben für viel Aufsehen gesorgt: Vor dem Auswärtsspiel gegen den VfL Wolfsburg kam es zu Ausschreitungen zwischen Werder-Fans, Stadionordnern und der Polizei. Alle beteiligten Parteien haben öffentlich Schuldzuweisungen ausgesprochen. Während die Polizei von „massiven“ Angriffen der Bremer Fans auf das Ordnungspersonal berichtete, schilderten die Anhänger ein unverhältnismäßig hartes Vorgehen der Beamten. Dies wurde auch innerhalb des Vereins nach dem 1:0-Sieg von Werder Bremen intensiv diskutiert. Vor dem bevorstehenden Auswärtsspiel beim 1. FC Köln (Sonntag, 15:30 Uhr/DeichStube-Liveticker) stellt sich nun die Frage, wie Werder Bremen die Vorfälle mit seiner Fangemeinde aufgearbeitet hat und ob es vor der Reise ins Rheinland besondere Vorkehrungen gibt.
Um ein umfassendes Bild der Geschehnisse in Wolfsburg zu erhalten, haben die Verantwortlichen von Werder Bremen, unter der Leitung von Geschäftsführerin Anne-Kathrin Laufmann, die die Situation am Einlass des Gästeblocks vor Ort beobachtet hat, zahlreiche Gespräche mit Beteiligten geführt. Auch in den ständigen Austausch, den Werder Bremen unabhängig von konkreten Anlässen mit seiner Fangemeinde pflegt, flossen die Vorkommnisse ein und wurden vor dem Spiel gegen den 1. FC Köln thematisiert. Sensibilisierung ist hier das Schlüsselwort, jedoch haben sich aus dem Dialog keine direkten Maßnahmen für das bevorstehende Spiel beim „Effzeh“ ergeben.
„Jedes Spiel bringt eigene Rahmenbedingungen mit sich, Köln ist nicht Wolfsburg“, erklärt Geschäftsführerin Laufmann gegenüber der DeichStube. „Deshalb bewerten wir Situationen nicht pauschal, sondern bereiten uns gezielt auf die Gegebenheiten vor Ort vor.“ Werder Bremen arbeitet „wie gewohnt“ nicht allein, sondern in engem Austausch mit dem gastgebenden Verein und den zuständigen Behörden, um die organisatorischen und sicherheitsrelevanten Abläufe bestmöglich zu gestalten. All dies geschieht in der Hoffnung, dass sich Szenen wie in Wolfsburg nicht wiederholen.