Yann Bisseck strebt nach WM-Teilnahme mit der deutschen Nationalmannschaft

Yann Bisseck strebt nach WM-Teilnahme mit der deutschen Nationalmannschaft

Obwohl Yann Bisseck in der Nationalmannschaft zuletzt keine Rolle spielte, bleibt er optimistisch hinsichtlich seiner Chancen auf eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft – und sieht sich dabei in einer besonderen Position.

Mailand – Der Verteidiger von Inter Mailand ist fest entschlossen, sich einen Platz im WM-Kader der deutschen Nationalmannschaft zu sichern. Seine Flexibilität betrachtet er als entscheidenden Vorteil im Wettbewerb um einen Platz im Team. „Eine gewisse Variabilität schadet nicht“, äußerte der 25-Jährige gegenüber dem kicker und fügte hinzu: „Davon profitiert man und daran wächst man als Spieler. In den letzten eineinhalb Jahren habe ich viel dazugelernt – sowohl menschlich als auch taktisch.“

Bisseck kann sowohl in der zentralen Innenverteidigung als auch auf den Außenpositionen eingesetzt werden, was ihn von anderen Defensivkandidaten des DFB abhebt. Dennoch war seine Rolle in der Nationalmannschaft bis jetzt sehr begrenzt. Nach seinem Debüt im März 2025 wurde er von Trainer Julian Nagelsmann bislang nicht mehr nominiert. Der Kontakt zu Nagelsmann sei jedoch „nicht abgebrochen“, betont der Kölner.

Am Donnerstag wird Nagelsmann den Kader für die ersten beiden Testspiele im WM-Jahr gegen die Schweiz (27. März) und Ghana (30. März) bekanntgeben. Ob Bisseck bis dahin einen Anruf von Nagelsmann erhalten wird, bleibt abzuwarten. Der gebürtige Kölner hat jedoch die Hoffnung auf eine Nominierung nicht aufgegeben: „Ich arbeite jeden Tag daran, der beste Fußballer zu werden, der ich sein kann“, sagt Bisseck, der es als „Privileg“ empfindet, für die DFB-Auswahl zu spielen.

Zusätzlich zu seiner Variabilität sieht der 25-Jährige einen weiteren Vorteil in seiner Körpergröße. Mit 1,96 Metern könne er „bei Standardsituationen eine gewisse Gefahr ausstrahlen“. „Mein Hauptjob ist es, keine Tore zuzulassen“, erklärte er, „aber gelegentlich auch vorne einen zu erzielen, schadet nicht.“ In 96 Spielen für Inter gelang ihm dies siebenmal.

Bei Inter hat Bisseck in den vergangenen Monaten einen enormen Fortschritt gemacht. Nachdem er zu Saisonbeginn unter dem neuen Trainer Christian Chivu fast vollständig außen vor war, hat er sich mittlerweile einen festen Platz in der Startelf erkämpft. Seit Anfang Dezember kam Bisseck in 21 von 25 Pflichtspielen zum Einsatz, davon 16 Mal über die volle Spielzeit. Das sollte als Bewerbungsschreiben eigentlich ausreichen – oder?

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