Yannik Engelhardt erlebt unglückliches Bundesliga-Debüt mit Gladbach

Yannik Engelhardt erlebt unglückliches Bundesliga-Debüt mit Gladbach

Das Bundesliga-Debüt von Yannik Engelhardt verlief alles andere als erfreulich. Der Neuzugang von Borussia Mönchengladbach musste eine herbe Niederlage gegen Werder Bremen hinnehmen.

Mönchengladbach – Am 14. September 2025 sollte für Yannik Engelhardt ein besonderer Tag werden. Der 24-jährige Mittelfeldspieler feierte seinen ersten Einsatz in der Bundesliga und trat dabei gegen seinen ehemaligen Ausbildungsverein, Werder Bremen, an. Nach dem Schlusspfiff hatten jedoch nur die Gäste aus Bremen Grund zur Freude.

Obwohl Engelhardt zunächst auf der Bank Platz nahm und erst in der 60. Minute eingewechselt wurde, hatte dies keinen Einfluss auf seine Stimmung. Weitaus schwerer wog die Tatsache, dass Gladbach trotz einer vielversprechenden Anfangsphase mit 0:4 unterging. Mit einem Punkt und einem Torverhältnis von 0:5 aus drei Spielen steht das Team zum Saisonstart auf dem 16. Platz, nur vor dem Hamburger SV und dem 1. FC Heidenheim.

Engelhardt war sich im Vorfeld bewusst, dass sein Bundesliga-Debüt möglicherweise nicht nach seinen Vorstellungen verlaufen würde. Dennoch hätte er gerne auf diesen fußballerischen Albtraum verzichtet. „Ich habe mir das ganz anders vorgestellt. Es war mein erstes Bundesligaspiel – als Kind träumt man davon, und das ist das Schlimmste, was einem passieren kann. Ich kann mich im Moment gar nicht freuen“, äußerte der enttäuschte Neuzugang in der Mixed Zone.

Bereits bei seinem Stammverein Como hatte Engelhardt zum Einstand eine Niederlage hinnehmen müssen, ein 0:3 gegen Juventus ist jedoch etwas anderes als ein 0:4 gegen Werder. Die Gründe für die herbe Niederlage analysierte der Mittelfeldspieler offen: „Heute hat jeder gesehen, dass Bremen aggressiver war. Wir hatten Chancen und waren im Sechzehner, aber Bremen hat immer dazwischengegriffen, das hat uns gefehlt.“

Jeder Spieler aus Gladbach müsse „versuchen, einen Schritt mehr zu gehen“, blickte Engelhardt auf die kommenden Herausforderungen gegen Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt voraus: „Wir müssen definitiv ein anderes Gesicht zeigen. Diese Kompaktheit, die Bremen gezeigt hat, und den Willen zu verteidigen – das müssen wir ändern, und das ist nicht schwer! Das ist nur eine Einstellungssache.“

Besonders störten Engelhardt die beiden Gegentore in der ersten Halbzeit durch Samuel Mbangula (15.) und Jens Stage (26.), da Gladbach in beiden Situationen zu passiv agierte. „Wir können nicht so einfach die Tore bekommen, das müssen wir schleunigst ändern“, so die Leihgabe aus Italien.

Dass Borussia bei eigenen Offensivaktionen sowohl im letzten Drittel schwach agierte als auch zu wenig aus den eigenen Chancen machte, war für Engelhardt hingegen zweitrangig. „Wir brauchen nicht über Ballbesitz oder Positionsspiel reden, wenn die Basics nicht stimmen“, zog er einen Vergleich zu Werder: „Sie waren voll da, bei Umschaltsituationen ziehen sie mal ein Foul und sind hartnäckig, wir nicht. Dann kommt es, wie es kommt.“

Ob das Spiel gegen Werder Auswirkungen auf die von den Fans häufig gestellte Trainerfrage hat, bleibt abzuwarten. Sport-Geschäftsführer Roland Virkus verzichtete auf einen Kommentar und betonte lediglich, dass die Mannschaft diese Enttäuschung erst einmal verarbeiten müsse. Ab Montag soll analysiert werden, warum das Spiel aus den Händen glitt und was geschehen muss, um Stabilität und damit auch Erfolg zu erreichen.

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