Zukunft von Max Eberl beim FC Bayern steht auf der Kippe

Zukunft von Max Eberl beim FC Bayern steht auf der Kippe

Max Eberl bleibt zu den jüngsten Kritikpunkten von Uli Hoeneß still, während der interne Druck wächst. Seine Zukunft beim FC Bayern München könnte sich bald entscheiden.

Die deutlichen Äußerungen von Uli Hoeneß im SPORT1-Doppelpass sorgen für Aufregung. Der Ehrenpräsident bezeichnete den Sportvorstand öffentlich als "empfindlich". Eberl hat bislang nicht auf diese Kritik reagiert, doch seine Zukunft beim FC Bayern ist ein viel diskutiertes Thema. Hoeneß zeigte sich im Doppelpass unverblümt: "So ein harter Job führt zu Auseinandersetzungen. Karl-Heinz Rummenigge und ich haben uns oft wie die Besenbinder gestritten. Aber wenn die Tür hinter uns zuging, war es wieder okay. Max ist da ziemlich empfindlich", erklärte der 73-Jährige.

Hoeneß fügte hinzu: "Es wäre auch für Max gut, wenn er endlich begreift, dass man die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt. Ich glaube, damit hat er so seine Probleme." Diese Worte wirkten wie ein Donnerschlag und verdeutlichten erneut, dass das Verhältnis zwischen Hoeneß und Eberl mittlerweile angespannt ist.

Auf eine Anfrage der BILD wollte sich Eberl am Montag nicht zu den Äußerungen äußern. In den vergangenen Wochen hatte der 51-Jährige bereits darauf verzichtet, Meinungsverschiedenheiten öffentlich auszutragen, und setzte stattdessen auf Zurückhaltung. Lediglich eine süffisante Bemerkung über die mächtigen Aufsichtsräte Hoeneß, Rummenigge und Präsident Herbert Hainer erlaubte er sich.

Nachdem im August beschlossen wurde, dass er ausschließlich Leihgeschäfte tätigen darf, reagierte er auf einer Pressekonferenz zum gescheiterten Transfer von Nick Woltemade: "Vielleicht leiht Stuttgart ihn an uns, wir können ja leihen." Ansonsten bleibt Eberl still, wohl um die bereits aufgeheizte Stimmung nicht weiter zu belasten.

Trotz seiner Zurückhaltung steht Eberl intern weiter unter Beobachtung. Laut BILD wurde die Transferpolitik in diesem Sommer kritisch bewertet. Zwar konnte Bayern mit Luis Díaz und Jonathan Tah namhafte Spieler verpflichten, doch viele Wunschlösungen scheiterten. Zudem gilt der Kader nach wie vor als dünn besetzt. Ein Rücktritt aus freien Stücken sei für Eberl laut dem Bericht aktuell keine Option. Der Sportvorstand, dessen Vertrag bis 2027 läuft, hat nach dem Transferfenster eine kurze Auszeit genommen und begann zu Wochenbeginn wieder an der Säbener Straße zu arbeiten.

Entscheidend für seine Zukunft dürfte die nächste Aufsichtsratssitzung sein, in der Eberls Arbeit detailliert bewertet werden soll. Erst dann wird sich zeigen, ob der Sportvorstand das Vertrauen der Klubführung behält oder ob Uli Hoeneß’ Kritik der Anfang vom Ende seiner Amtszeit beim FC Bayern ist. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)

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