Zwischenfazit der Neuzugänge bei Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach hat im Sommer sechs neue Spieler verpflichtet, doch die ersten Ergebnisse sind gemischt.
In Mönchengladbach wurden bereits frühzeitig Kevin Diks und Jens Castrop verpflichtet. Im Laufe des Sommers kamen zudem Haris Tabaković, Shuto Machino, Giovanni Reyna und Yannik Engelhardt zum Kader hinzu. Diese Neuzugänge sollen die Mannschaft nach den Abgängen von Ko Itakura, Julian Weigl und Alassane Pléa verstärken und die Verletzung von Tim Kleindienst kompensieren.
Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass es bei Borussia bislang nicht rund läuft. Aus fünf Spielen hat die Mannschaft von Eugen Polanski lediglich zwei Punkte geholt und belegt den letzten Platz. Mit einem Torverhältnis von 5:12 ist offensichtlich, dass die Offensive schwächelt, während die Defensive phasenweise anfällig ist.
Die schwache Teamleistung erschwert es den Einzelspielern, sich hervorzuheben. Zudem haben einige Neuzugänge bisher nicht die erwartete Leistung gezeigt. Vor dem Heimspiel gegen den SC Freiburg am sechsten Bundesliga-Spieltag zieht das Fußball-Portal Absolut Fussball ein erstes Fazit.
Mit einer angeblichen Ablösesumme von acht Millionen Euro ist Shuto Machino der teuerste Neuzugang. Der Japaner hatte sich mit elf Toren für Holstein Kiel empfohlen, bleibt in Gladbach jedoch bisher vor allem durch seine langen Einwürfe auffällig. Er hat bislang nur zwei Torschüsse auf das gegnerische Tor abgegeben, und das Zusammenspiel mit den Offensivkollegen muss dringend verbessert werden.
Haris Tabaković wurde nach der Leihe von Tomáš Čvančara zu Antalyaspor als Stürmer verpflichtet. Ex-Trainer Gerardo Seoane hatte geplant, ihn als Wandspieler einzusetzen. Unter Polanski fand er sich jedoch häufig auf der Bank wieder, konnte aber als Joker gegen Bayer Leverkusen (1:1) und Eintracht Frankfurt (4:6) jeweils ein Tor erzielen.
Giovanni Reyna war ein riskanter Transfer, da der US-Amerikaner bei Borussia Dortmund oft verletzt war. In Gladbach soll er jedoch fit werden und die Position auf der Zehn einnehmen. Sein Debüt endete mit einer 0:4-Niederlage gegen Werder Bremen, und gegen Frankfurt fiel er aufgrund von Oberschenkelproblemen aus. Bisher gibt es zu seiner Leistung noch kein abschließendes Urteil.
Yannik Engelhardt wurde am Deadline Day verpflichtet und eröffnete Julian Weigl die Möglichkeit, nach Saudi-Arabien zu wechseln. Die Leihgabe von Como spielt auf der Sechs, kann aber auch als Innenverteidiger agieren. Gegen Leverkusen zeigte er eine starke Leistung, verlor jedoch gegen Frankfurt den Überblick und war kein Sicherheitsfaktor.
Kevin Diks wurde wegen seiner Vielseitigkeit in der Abwehr und seiner Führungsstärke verpflichtet, muss sich jedoch noch an das Tempo der Bundesliga gewöhnen. Gegen Bremen verursachte er einen Elfmeter, und gegen die Eintracht gewann er nur zwei von sechs Zweikämpfen. Bisher hat er keinen stabilisierenden Einfluss gezeigt.
Bei Jens Castrop ist eine positive Entwicklung zu beobachten. Nach einem unglücklichen Auftritt am zweiten Spieltag gegen den VfB Stuttgart (0:1) zeigte er gegen Leverkusen eine gute Leistung als linker Zehner. Sein erstes Bundesligator erzielte er beim 4:6 gegen die Eintracht und war einer der wenigen aktiven Spieler in der gegnerischen Hälfte.
Insgesamt haben sich die Verantwortlichen bei Borussia Mönchengladbach einen besseren Start der Neuzugänge erhofft, um Itakura, Pléa und Kleindienst (wenn auch nur temporär) zu ersetzen. Es ist zwar noch nicht zu spät, aber um den Abstiegskampf zu vermeiden, müssen sich die Sommertransfers deutlich steigern.