1. FC Köln zeigt Kampfgeist trotz Niederlage gegen Bayern München
Obwohl der 1. FC Köln am 14. Januar 2026 mit 1:3 gegen Bayern München verlor, fühlte sich die Stimmung im Rhein-Energie-Stadion nicht wie eine Niederlage an. Die Fans sangen Lieder wie „In unserem Veedel“, feuerten die Mannschaft mit Schlachtrufen an und feierten sie nach dem Spiel lautstark.
Die Erleichterung war spürbar, da Trainer und Mannschaft als Einheit auftraten, was nach den Turbulenzen der letzten Tage nicht selbstverständlich war. Die Leistung gegen die überlegene Mannschaft aus München war über weite Strecken beeindruckend, und der FC schnupperte über 70 Minuten lang an einer Sensation.
Dennoch bleibt die Bilanz besorgniserregend: Nach acht Spielen ohne Sieg hat der FC lediglich drei Punkte gesammelt. Mit 17 Punkten zur Halbzeit bedeutet dies für Trainer Lukas Kwasniok (44) einen Schnitt von genau einem Punkt pro Spiel. In der jüngeren Vergangenheit war nur ein Trainer schlechter: Timo Schultz erzielte im Frühjahr 2024 lediglich 0,94 Punkte pro Spiel. Gerhard Struber (1,78), Steffen Baumgart (1,27), Friedhelm Funkel (1,63) und Markus Gisdol (1,07) waren erfolgreicher als Kwasniok bisher.
Der Wunsch nach Kontinuität beim FC hängt am seidenen Faden. Kwasniok hat zwar bewiesen, dass er die Mannschaft motivieren kann, befindet sich jedoch weiterhin auf dünnem Eis. Am Samstag, dem 17. Januar, um 15:30 Uhr, empfängt der FC Mainz 05 im Rhein-Energie-Stadion – ein richtungsweisendes Spiel für den Trainer.
In den vergangenen Wochen hat Kwasniok versucht, alte Strukturen beim FC ohne Rücksicht auf Verluste zu reformieren. Er hat sich mit Teilen der Mannschaft auseinandergesetzt, rotierte nach eigenem Ermessen und nahm keine Rücksicht auf Namen oder alte Verdienste. Intern hat er nach der Niederlage in Leverkusen oder im Trainingslager klare Worte gefunden, aber auch gezeigt, dass er nicht nur zerbrechen, sondern auch wieder vereinen kann.
Kwasniok trifft sportlich immer wieder Entscheidungen, die den Spielern imponieren. Die Aufstellung von Jakub Kaminski als Sechser gegen die Bayern war genial. Der fleißige Pole half Kristoffer Lund, Laimer und Olise auf der linken Seite zu kontrollieren und nahm beide nahezu aus dem Spiel. Dass Kwasniok das Talent Said El Mala häufiger von der Bank brachte, war ebenfalls nicht immer falsch.
Natürlich möchte man beim FC diesem Trainer Zeit geben und ist von seinen Fähigkeiten, Gedanken und Maßnahmen überzeugt. Doch alle wissen, dass am Ende die Ergebnisse entscheidend sind – viele sieglose Spiele dürfen in den kommenden Wochen nicht mehr folgen. Gegen Mainz sollte sich die Mannschaft endlich wieder mit einem Sieg belohnen.