Abstiegssorgen bei Borussia Mönchengladbach: Trainer Polanski unter Druck

Abstiegssorgen bei Borussia Mönchengladbach: Trainer Polanski unter Druck

Sechs Bundesliga-Spiele ohne Sieg: Borussia Mönchengladbach steht vor ernsthaften Abstiegssorgen. Mit 22 Punkten aus 22 Spielen belegt der Club derzeit den 13. Platz in der Tabelle, doch die Lage ist trügerisch. Wenn die "Fohlen" in der verbleibenden Saison weiterhin so spielen, droht ihnen der dritte Abstieg aus der Bundesliga in der Vereinsgeschichte.

Die 0:3-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt am vergangenen Wochenende offenbarte die Schwächen der Mannschaft, insbesondere die fehlende Torgefahr. Obwohl Gladbach in Frankfurt 20 Torschüsse abgab, musste der Eintracht-Torhüter Kaua Santos nur dreimal ernsthaft eingreifen. Trainer Eugen Polanski äußerte sich nach dem Spiel kritisch: „Unser Matchplan hat größtenteils funktioniert. Wir haben das Spiel dominiert, aber wenn von 20 Schüssen nur drei aufs Tor gehen, während der Gegner acht von zwölf trifft, ist das auch eine Frage der Qualität. Wir waren im Mittelfeld besser, aber nicht in den Strafräumen.“

Die aktuelle Form der Mannschaft ist alarmierend: In den letzten sechs Spielen erzielte Borussia Mönchengladbach lediglich drei Tore. In den letzten zwölf Pflichtspielen gelang nur beim 4:0-Sieg gegen den FC Augsburg mehr als ein Treffer pro Partie. Zudem wartet die Mannschaft seit sechs Ligaspielen auf einen Sieg. Dass Gladbach momentan noch im gesicherten Mittelfeld steht, liegt lediglich daran, dass die Konkurrenz im Abstiegskampf noch schwächer abschneidet. Der Tabellenletzte 1. FC Heidenheim hat seit neun Spielen nicht gewonnen, während der SV Werder Bremen, derzeit auf dem 16. Platz, bereits seit zwölf Partien ohne Sieg ist.

Für viele Fans ist klar: Es braucht Veränderungen, möglicherweise auch auf der Trainerposition. Die Frage, ob Eugen Polanski, der das Team nach der Entlassung von Gerardo Seoane im September 2025 übernahm, der richtige Trainer ist, wird von vielen Gladbach-Anhängern gestellt. In einem Fan-Forum auf „transfermarkt.de“ wird Polanski als „lieb, aber nicht rettend“ beschrieben. Ein Fan merkt an: „Hinten halbwegs stabil, aber vorne pure Ideenlosigkeit. Wir spielen alles brav zu Ende, als gäbe es Extrapunkte für Sicherheitspässe.“ Ein anderer Fan bringt es auf den Punkt: „Mit 22 Punkten nach 22 Spielen bist du mittendrin. Solange niemand auf den Tisch haut, bleibt es beim Schönklang ohne Substanz.“

Die Abstiegsangst bei Borussia Mönchengladbach und ihren Fans wächst täglich, trotz des aktuellen 13. Platzes. Der Abstand zum SV Werder Bremen auf dem Relegationsplatz beträgt nur drei Punkte. Die kommenden Spiele sind für Gladbach entscheidend: Neben Auswärtsspielen gegen den SC Freiburg und den FC Bayern München stehen direkte Duelle gegen Union Berlin (10.), FC St. Pauli (17.), 1. FC Köln (12.) und 1. FC Heidenheim (18.) an. In der Hinrunde holte die Polanski-Elf aus diesen sechs Spielen noch zehn Punkte - eine Ausbeute, die Gladbach im Kampf um den Klassenerhalt dringend benötigt. Andernfalls könnte die Zeit für Eugen Polanski bald ablaufen.

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