Bayern München: Kaderentwicklung und Talentsuche im Fokus
Der FC Bayern München steht vor der Herausforderung, seinen zukünftigen Kader zu gestalten. Sportvorstand Max Eberl setzt diese Entwicklung mit Nachdruck fort und fragt sich, ob neue Toptalente hinzukommen werden.
München – In der Champions League musste der FC Bayern München gegen Arsenal seine erste Niederlage der Saison hinnehmen. Auf dem Platz standen mit Josip Stanisic, Aleksandar Pavlovic und Lennart Karl drei Talente aus dem eigenen Nachwuchs. Tom Bischof kam in der entscheidenden Phase nach 72 Minuten ins Spiel, konnte die 1:3-Niederlage jedoch nicht mehr abwenden.
Trainer Vincent Kompany setzt in seinem zweiten Jahr als Coach des FC Bayern auf die vielversprechenden Talente, die ihm zur Verfügung stehen. Die Münchner werden zunehmend mit den großen deutschen Talenten in Verbindung gebracht, darunter Said El Mala vom 1. FC Köln und Kennet Eichhorn von Hertha BSC, die sowohl in der ersten als auch in der zweiten Bundesliga für Furore sorgen.
In einem Interview mit Sport Bild erklärte Eberl: „Wir haben ein Mannschaftsgerüst mit erfahrenen Spielern und Profis, die über den Talent-Status hinaus sind, wie Michael Olise oder Aleks Pavlovic.“ Zudem ließ der FC Bayern-Manager verlauten: „Wir wollen aber auch in Zukunft gute, deutsche Spieler finden und so auf die explodierenden Transfersummen reagieren.“
Die Entwicklungen in England haben auch bei den Münchnern ein Umdenken ausgelöst. Newcastle, Liverpool und andere sind bereit, hohe Summen zu zahlen, insbesondere für gefragte deutsche Nationalspieler. Die Modalitäten rund um El Mala und Eichhorn sind sicherlich nicht nur beim FC Bayern bekannt, und es herrscht ein gewisser Wettbewerb.
Eberl betonte jedoch auch die Grenzen: „Es geht um Machbarkeit, die Position und was der Spieler will.“ Die Zeiten, in denen die Münchner junge Talente mit einer Einladung an die Säbener Straße beeindruckt haben, sind vorbei. Die Berater von El Mala, Eichhorn und anderen strecken ihre Fühler in ganz Europa aus.
Auch die zweite oder dritte Reihe der Premier League beobachtet genau, wer in den ersten beiden deutschen Ligen herausragt. Spieler wie Max Weiß (FC Burnley), Damion Downs oder Caspar Jander (beide FC Southampton) haben bereits herausragende Zweitligaakteure auf die Insel geholt. Der Konkurrenzkampf ist intensiv.
Umso erfreulicher sind die Geschichten von Bischof und Karl für den FC Bayern. Sie können anderen Talenten, wie Fisnik Asllani von der TSG Hoffenheim, als Vorbilder dienen. Eberl hat jedenfalls ein waches Auge auf diese jungen Spieler. Auch der FC Bayern München muss sich auf dem Transfermarkt kreativ zeigen.