Borussia Dortmund: Formkrise nach Last-Minute-Unentschieden gegen Hamburger SV
Borussia Dortmund hat einen Sieg beim Hamburger SV in letzter Minute verspielt. Der BVB befindet sich in einer Formkrise, die durch alarmierende Statistiken untermauert wird.
Der 10. Spieltag in der Bundesliga hätte für Borussia Dortmund vielversprechend verlaufen können: Bis kurz vor Schluss führte die Mannschaft von Trainer Niko Kovač mit 1:0 gegen den Hamburger SV. Währenddessen lag der Tabellenführer FC Bayern mit 1:2 gegen Union Berlin zurück. Doch in der Nachspielzeit kassierte der BVB den Ausgleich, während die Bayern in Berlin noch einen Punkt retteten.
Infolgedessen belegt Dortmund nun den dritten Platz in der Bundesliga-Tabelle und hat weiterhin sieben Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter aus München. Die Leistungen des BVB haben in den vergangenen Wochen nachgelassen, was sich in ernüchternden Ergebnissen widerspiegelt. Seit Oktober konnte Dortmund nur vier von neun Pflichtspielen gewinnen.
Statistiker werten das Weiterkommen im DFB-Pokal gegen Eintracht Frankfurt im Elfmeterschießen als Remis. In der Bundesliga konnte Dortmund in diesem Zeitraum lediglich zwei von fünf Spielen gewinnen. Besorgniserregend ist auch die Offensive: Mit nur 16 Toren nach zehn Spieltagen stellt Dortmund lediglich die achtbeste Offensive der Liga.
Passend dazu belegt der BVB mit 128 abgegebenen Torschüssen ebenfalls nur den achten Platz in diesem Ranking. Es wird zunehmend schwieriger für Dortmund, zahlreiche und gefährliche Torabschlüsse zu erzielen. Was Kovač ebenfalls beunruhigen dürfte: Mit nur 877 gewonnenen Zweikämpfen liegt seine Mannschaft auf Platz 14.
Die 142 gewonnenen Kopfballduelle bedeuten sogar einen enttäuschenden 17. Platz. Immer häufiger muss das Team Foulspiele einsetzen, um den Gegner zu stoppen. Nur fünf Teams (Union, Hoffenheim, HSV, Mainz, Augsburg) foulen den Gegner häufiger als Dortmund. Diese Daten weisen auf zwei Schwächen der Dortmunder hin: In der Offensive fehlt die Durchschlagskraft, während die Defensive müde wirkt und sich häufig mit Fouls helfen muss.
Es steht außer Frage, dass der BVB in den letzten sieben Pflichtspielen sechs Mal auswärts gespielt hat, darunter gegen namhafte Gegner wie den FC Bayern, Eintracht Frankfurt und Manchester City. Es bleibt zu hoffen, dass die Nicht-Nationalspieler in der Länderspielpause etwas durchatmen können, um neue Kräfte zu sammeln.