Borussia Dortmund trennt sich von Kommunikationsdirektor Sascha Fligge
Borussia Dortmund sorgt für Aufsehen in der Führungsebene des Vereins. Ein langjähriger Mitarbeiter muss seine Sachen packen, während der BVB sich neu aufstellt.
Dortmund – Borussia Dortmund erlebt ein Führungswechsel abseits des Platzes: Nach 14 Jahren beendet Sascha Fligge seine Tätigkeit als Direktor Kommunikation beim schwarz-gelben Bundesligisten. Die Trennung erfolgte nach Angaben des Vereins „einvernehmlich“ und markiert das Ende einer außergewöhnlich langen Ära in der BVB-Führung.
Fligges Abschied ist bemerkenswert, da eine derart lange Verweildauer in einer Führungsposition im heutigen Fußballgeschäft selten geworden ist. Carsten Cramer, Sprecher der Geschäftsführung, würdigte die Leistungen des scheidenden Kommunikationsdirektors: „Eine so lange Zeit bei einem einzigen Unternehmen in einer Führungsrolle zu verbringen, ist heutzutage – insbesondere im schnelllebigen Mediengeschäft – etwas sehr Außergewöhnliches. Wir danken Sascha für die stets hervorragende und wertvolle Zusammenarbeit.“
Der 14-jährige Zeitraum von Fligges Engagement beim BVB umfasste sowohl sportliche Höhen als auch Tiefen des Vereins. In diese Zeit fielen unter anderem die Erfolge in der Champions League, Meisterschaften sowie schwierige Phasen wie der Bombenanschlag auf den Mannschaftsbus im Jahr 2017 und verschiedene Krisen rund um die Vereinsführung. Als Kommunikationsdirektor war Fligge maßgeblich daran beteiligt, die öffentliche Wahrnehmung des Vereins zu prägen und in kritischen Momenten die richtige Tonalität zu finden.
Fligge selbst blickt dankbar auf seine Zeit beim BVB zurück: „Ich bedanke mich bei der Klubführung und all meinen Wegbegleitern sowohl auf der Klub- als auch auf der Medienseite für die vertrauensvolle Zusammenarbeit während der vergangenen 14 Jahre. Diese lange, emotionale und intensive Zeit werde ich immer in Ehren halten und dem BVB auch in Zukunft fest die Daumen drücken.“
Die Trennung wirft Fragen über die künftige Ausrichtung der BVB-Kommunikation auf. In einer Zeit, in der Vereine zunehmend auf digitale Medien und moderne Kommunikationsstrategien setzen müssen, steht Dortmund nun vor der Herausforderung, einen Nachfolger zu finden, der Fligges Erfahrung und Vereinskenntnis ersetzen kann. Der Zeitpunkt des Abschieds mitten in der Saison unterstreicht die Bedeutung dieser personellen Veränderung für die Vereinsstruktur.