Borussia Dortmund trennt sich von Sven Mislintat

Borussia Dortmund trennt sich von Sven Mislintat

Borussia Dortmund und Sven Mislintat haben sich nun auch formell getrennt. Der Verein muss für die Vertragsauflösung eine Abfindung zahlen.

Dortmund – Die Trennung ist offiziell: Borussia Dortmund und Sven Mislintat gehen künftig getrennte Wege. Der ehemalige Kaderplaner und Technische Direktor des BVB hat sich mit dem Klub auf eine Vertragsauflösung geeinigt, was eine Abfindung zur Folge hat. Diese Bestätigung erfolgte am Montag, den 26. August, durch Geschäftsführer Lars Ricken.

Damit endet die Zusammenarbeit zwischen Mislintat und Dortmund auch formal zum Monatsende. Der 52-Jährige war im Mai 2024 zurückgekehrt, wurde jedoch im Februar nach monatelangem Kompetenzgerangel mit Sportdirektor Sebastian Kehl und Ricken freigestellt. Mislintat wurde vorgeworfen, über seinen Aufgabenbereich hinaus zu agieren und dadurch Unruhe zu stiften. In der Zwischenzeit waren die Zuständigkeiten schriftlich neu geregelt worden.

Mislintat blickt auf eine bewegte Karriere zurück: Er war Chefscout beim FC Arsenal (2017–2019), später Sportdirektor beim VfB Stuttgart (2019–2022) und bei Ajax Amsterdam (Mai bis September 2023), wo er ebenfalls in einen Streit verwickelt war. Beim niederländischen Großklub wird Mislintat nach wie vor mit dem sportlichen Niedergang nach der erfolgreichen Champions-League-Saison 2018/19 in Verbindung gebracht.

Die genaue Höhe seiner Abfindung ist noch unklar. Sein Vertrag hätte bis 2028 gegolten und ihm laut Sky rund eine Million Euro pro Jahr eingebracht. Bereits beim Vertragsabschluss soll die lange Laufzeit intern für „Irritationen“ gesorgt haben. Die Umstrukturierung in der BVB-Führung mit Lars Ricken an der Spitze, Kehl und Mislintat als Zuarbeiter auf Wunsch von Hans-Joachim Watzke, hatte schnell zu Spannungen geführt.

In Dortmund dürfte man nun erleichtert sein, dieses Kapitel endgültig abschließen zu können. Nachdem vergangene Woche zudem der Präsident des e.V., Reinhold Lunow, seine Kandidatur für eine weitere Amtszeit zurückzog und der Machtkampf mit Aki Watzke als beendet betrachtet werden kann, hat der BVB nun freie Bahn für ruhigere Zeiten auf administrativer Ebene.

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