Borussia Mönchengladbach verpflichtet erfahrene Spieler

Borussia Mönchengladbach verpflichtet erfahrene Spieler

Borussia Mönchengladbach hat zwei Spieler verpflichtet, deren Karrieren von zahlreichen Vereinswechseln geprägt sind. Wird ihre Suche am Niederrhein ein Ende finden?

Mönchengladbach – Bei Borussia Mönchengladbach herrscht eine interessante Mischung. Die Fohlen-Elf hat einige Spätstarter in ihren Reihen, wie Tim Kleindienst und Kevin Diks, während andere Spieler, wie Nico Elvedi, bereits seit zehn Jahren Teil des Teams sind. Rocco Reitz hingegen hat den Sprung aus dem eigenen Nachwuchs in die Profimannschaft geschafft.

Mit Kevin Stöger und Haris Tabaković stehen zwei Spieler im Kader, deren fußballerische Werdegänge zeigen, dass Karrieren nicht immer geradlinig verlaufen. Stöger hat bereits sieben Stationen im Profibereich hinter sich, während Tabaković in Gladbach seinen zehnten Verein repräsentiert.

Der 31-jährige Stürmer suchte zwischen 2013 und 2017 sein Glück in der Schweiz bei den BSC Young Boys, dem FC Wil und dem Grasshopper Club Zürich. Anschließend spielte er bis 2020 in Ungarn für Debrecen und Diósgyör, bevor er in Österreich auf sich aufmerksam machte. Von September 2020 bis Juli 2022 erzielte Tabaković für Austria Lustenau 46 Tore in 48 Spielen und war in der Saison 2022/23 für Austria Wien in 42 Einsätzen 21-mal erfolgreich.

Über Hertha BSC (25 Tore in 39 Spielen) gelangte Tabaković 2024 in die Bundesliga. Nach einem enttäuschenden Jahr bei der TSG Hoffenheim (29 Spiele, 4 Tore) kann er auf eine erfolgreiche Hinrunde in Gladbach mit neun Toren in bisher 16 Einsätzen zurückblicken. Der Stürmer ist ohne Kaufoption an Borussia ausgeliehen, doch laut Sky kann sich der Klub vorstellen, ihn zu halten. Gespräche mit Tabaković und seinem Management sind geplant.

Seit seinem endgültigen Abschied von den Young Boys im Januar 2016 hat Tabaković nur an drei Stationen mehr als zwölf Monate verbracht: Dem Grasshopper Club blieb er 18 Monate treu, Debrecen und Austria Lustenau jeweils zwei Jahre. Ob er in Gladbach sein Glück finden wird, bleibt abzuwarten, auch wenn die Chancen nicht ausgeschlossen sind.

Für Borussia spricht die Perspektive, weiterhin in der Bundesliga zu spielen. Zudem benötigt das Spielsystem der Fohlen-Elf einen Stoßstürmer wie Tabaković, der auch als Wandspieler agieren kann. Auf der anderen Seite ist die Konkurrenzsituation am Niederrhein größer, als es zunächst scheint.

Tim Kleindienst, der nach einem erneuten Eingriff am Knie auf sein Comeback brennt, hat das Ziel, 2026 wieder anzugreifen und seinen WM-Traum nicht aufgegeben. Als Kapitän kommt ihm eine zentrale Rolle im Team zu. Tabaković wird sich wohl damit abfinden müssen, dass Kleindienst an ihm vorbeiziehen könnte.

Shuto Machino blickt auf ein enttäuschendes erstes Halbjahr in Gladbach zurück, doch der Klub wird den Japaner nicht so schnell aufgeben. Im Sommer stoßen zudem Tomáš Čvančara und Shio Fukuda zur Mannschaft, die an Antalyaspor beziehungsweise Karlsruhe ausgeliehen wurden. Sollte Tabaković bleiben, wären vorläufig fünf Stürmer im Kader.

Obwohl Borussia bestrebt sein wird, einen Abnehmer für Čvančara zu finden und Fukuda möglicherweise erneut zu verleihen, bleibt abzuwarten, wie viel Spielzeit Tabaković im Wettbewerb mit Kleindienst und Machino erhalten wird. Zudem ist unklar, wie viel Geld Gladbach für eine feste Verpflichtung aufbringen müsste und welche anderen Klubs Interesse an dem Stürmer haben.

Tabaković geht mit der Ungewissheit ab Sommer 2026 gelassen um. Seit seiner Ankunft in Gladbach konzentriert sich der 31-Jährige darauf, in dieser Saison so erfolgreich wie möglich zu sein, was ihm bislang gut gelungen ist. Im Vergleich dazu ist der zweite Wandervogel, Stöger, hinter Florian Neuhaus und Giovanni Reyna zurückgefallen; gegen Wolfsburg (1:3) wurde sogar Wael Moha vor ihm eingewechselt. Ein erneuter Transfer wäre daher keine Überraschung.

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