Haris Tabaković: Borussia Mönchengladbachs neuer Zielspieler

Haris Tabaković: Borussia Mönchengladbachs neuer Zielspieler

Haris Tabaković soll für Borussia Mönchengladbach viele Tore erzielen. Sein größtes Plus ist seine Körpergröße, über die es lange Zeit Unklarheiten gab.

Mönchengladbach – Borussia Mönchengladbach hat wochenlang nach einem Ersatz für Tim Kleindienst gesucht. Kurz vor dem Trainingslager Mitte Juli gab der Bundesligist die Verpflichtung von Haris Tabaković bekannt. Der Schweizer Stürmer wurde von der TSG Hoffenheim ausgeliehen, während Tomáš Čvančara leihweise zu Antalyaspor gewechselt ist.

Die Gründe für diesen indirekten Stürmer-Tausch sind eindeutig. Tabaković bringt ein passenderes Profil mit als Čvančara, da er körperlich robuster ist und als klarer Zielspieler im Strafraum agiert. Čvančara, der trotz seiner Körpergröße von 1,90 Metern vor allem durch Tempo besticht, ist eher für Tiefenläufe geeignet.

Da das Gladbacher Spielsystem darauf ausgelegt ist, Tim Kleindienst in der Box mit Flanken zu bedienen, wurde Tabaković als idealer Ersatz gesehen, bis der deutsche Nationalspieler im Spätherbst nach seiner Knieverletzung zurückkehrt. „Flanke, ein Kontakt, Tor“, beschreibt der Neuzugang im Interview mit der Rheinischen Post einen typischen Treffer von ihm.

„Ob mit links, rechts oder dem Kopf, ist egal“, betont Tabaković. Dennoch zeigen seine Statistiken eine klare Tendenz: Bisher erzielte der Stürmer 51 Tore mit dem rechten Fuß, 23 Kopfballtore, 22 Tore mit dem linken Fuß und verwandelte 15 Elfmeter.

Beim Kopfballspiel profitiert Tabaković von seiner Körpergröße, über die es jedoch ein großes Rätsel gibt. Offiziell war er mit 1,94 Metern gelistet, was ihn auf dem Papier genauso groß wie Kleindienst machte. „Tatsächlich bin ich 1,96 Meter groß“, lüftet Tabaković ein Geheimnis. „Die 1,94 Meter halten sich hartnäckig seit Beginn meiner Karriere, sind aber nicht mehr aktuell.“

Mit Anfang 20 sei er „offenbar noch etwas gewachsen“, aber die 1,94 Meter wurden von den Klubs immer wieder übernommen, schmunzelt Tabaković. „Ich finde das nicht so wichtig, aber hier bei Borussia wurde die Zahl jetzt auch auf meiner Autogrammkarte geändert.“ Letztendlich spielt die exakte Körpergröße keine große Rolle, solange die Abläufe im Spiel stimmen.

„Es geht jetzt darum, dass wir über die Außenbahnen, über den Zehner oder auch über mich noch mehr kreieren. Am Ende brauche ich natürlich die Flanken, um zu Abschlüssen zu kommen“, erklärt Tabaković. Er absolviert zusätzliche Trainingseinheiten mit seinen Kollegen: „Das finde ich sehr gut. Es sind nicht nur Franck Honorat dabei, sondern auch Lukas Ullrich, Luca Netz oder Joe Scally, die dann Bälle reinbringen.“ Das Augenmerk liegt in den ersten Pflichtspielen darauf, wie gut das Zusammenspiel bereits funktioniert.

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