Bundesliga-Klassiker: BVB vs. FC Bayern

Bundesliga-Klassiker: BVB vs. FC Bayern

Der BVB möchte die Bundesliga im Klassiker gegen den FC Bayern spannend halten. Trainer Niko Kovač hat zahlreiche Optionen für diese anspruchsvolle Aufgabe.

Am Samstagabend (18:30 Uhr, alle TV-Infos) tritt Borussia Dortmund im Bundesliga-„Klassiker“ am 7. Spieltag gegen den FC Bayern München an. Es handelt sich um ein echtes Gipfeltreffen: Der Tabellenführer empfängt den ersten Verfolger, wobei beide Teams in dieser Saison noch ungeschlagen sind. Der BVB wird zudem als Hoffnungsträger für neutrale Fans angesehen.

Bei einem weiteren Sieg der Bayern, die ihre bisherigen zehn Pflichtspiele größtenteils souverän gewonnen haben, würden bereits sieben Punkte zwischen den beiden Teams liegen. Trainer Niko Kovač hat sich vorgenommen, die Liga spannend zu halten. „Aber wir sehen auch, in welcher Form der FC Bayern spielt“, erklärte er auf der BVB-Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel.

Kovač beschrieb den Saisonstart des Rekordmeisters als „einzigartig“. Dabei verteidigt er jedoch am Samstag einen BVB-Rekord: In der Saison 2015/16 holte Dortmund elf Pflichtspielsiege zum Start, profitierte jedoch auch von schwächeren Gegnern in der Europa-League-Qualifikation. Der FC Bayern stellt für Dortmund nun die größte Herausforderung dar.

Trotz dieser Herausforderung kündigte Kovač einen mutigen Auftritt seines Teams an. „Die Bayern entscheiden ihre Spiele in den ersten 20, 30 Minuten der ersten Halbzeit. Sie legen dort wirklich los wie die Feuerwehr. Es ist wichtig, dass wir gut ins Spiel kommen“, sagte er.

Das Ziel ist es, das Spiel offen zu halten, Nadelstiche zu setzen und möglicherweise mit frischen Kräften von der Bank zum entscheidenden Schlag auszuholen. Die Personalsituation erlaubt dies: Nach den Länderspielen gibt es bei den 15 BVB-Reisenden keine Verletzten zu beklagen. Nico Schlotterbeck kehrte „verkühlt“ zurück, soll aber normalerweise zur Verfügung stehen.

Selbst die rekonvaleszenten Spieler Aaron Anselmino, Emre Can und Julien Duranville machen Fortschritte, werden jedoch voraussichtlich gegen Bayern nicht zum Einsatz kommen. Abgesehen von diesem Trio kann Kovač aus dem Vollen schöpfen. Auch Serhou Guirassy, der aufgrund von Oberschenkelproblemen seinen Nationalmannschaftsaufenthalt vorzeitig abbrach, steht zur Verfügung.

Die mögliche Aufstellung könnte wie folgt aussehen: Kobel – Anton, Schlotterbeck, Bensebaini – Ryerson, Sabitzer, Nmecha, Svensson – Adeyemi, Beier – Guirassy.

Insofern sind trotz des breiten Kaders keine größeren Überraschungen in der Startelf des BVB zu erwarten. Sollte Schlotterbeck unerwartet ausfallen, wäre Niklas Süle bereit für einen Einsatz. Auf der rechten Seite könnte Kovač seinen Mut mit einer Nominierung von Yan Couto im Vergleich zum defensiver orientierten Julian Ryerson unter Beweis stellen.

Im zentralen Mittelfeld haben sich Marcel Sabitzer und Felix Nmecha momentan einen Vorteil gegenüber Pascal Groß und Jobe Bellingham erarbeitet. In der Offensive könnte Kovač gegen die dominanten Bayern auf die Schnelligkeit von Karim Adeyemi und Maximilian Beier setzen, während Julian Brandt und Carney Chukwuemeka spielstarke Optionen darstellen.

Im Sturm hat Fábio Silva die Länderspielpause genutzt, um seinen körperlichen Rückstand weiter abzubauen. Der portugiesische Sommer-Neuzugang könnte bald bereit für ein Startelf-Debüt sein. Ob dies jedoch ausgerechnet in München geschieht, scheint fraglich – es sei denn, Dortmund hat bei Guirassy eine große Überraschung geplant.

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