FC Bayern dominiert in der ersten Halbzeit gegen BVB

FC Bayern dominiert in der ersten Halbzeit gegen BVB

Die erste Halbzeit im Duell zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund ließ ernsthafte Sorgen um die Dortmunder aufkommen. Der FC Bayern zeigte eine derart klare Dominanz, dass der Klassenunterschied phasenweise offensichtlich war.

München – Wer die erste Halbzeit des Spiels zwischen dem FC Bayern und dem BVB verfolgt hat, musste sich große Sorgen um die Dortmunder machen. Der FCB war derart überlegen, dass die Statistik mit 10:0 Schüssen und über 70 % Ballbesitz für sich sprach. Dortmund kam gar nicht erst in das offensive Drittel, während das Pressing des FC Bayern so effektiv war, dass selbst Gregor Kobel Schwierigkeiten hatte, den Ball strukturiert aus dem eigenen Strafraum zu spielen. In einem Moment spielte er den Ball aus Verzweiflung sogar ins Aus, was einen Eckball zur Folge hatte.

Obwohl Dortmund passiv agierte, wäre es selbst bei einem Willen zur Offensive schwierig gewesen, gegen die gut abgestimmten Abläufe des FC Bayern anzukommen. Alles lief wie am Schnürchen, was umso beeindruckender ist, wenn man bedenkt, dass auf der rechten Abwehrseite Sacha Boey spielte, der in der letzten Saison oft überfordert war. Auf der linken Seite war Konrad Laimer zu sehen, der eigentlich im Mittelfeld zuhause ist, und Nicolas Jackson stand von Beginn an auf dem Platz, ein Spieler, der sich noch beweisen muss. Bayern meisterte diese Herausforderungen mit Bravour.

So gut die erste Halbzeit war, in der zweiten Halbzeit ließ Bayern jedoch etwas nach. Der BVB passte sich an und fand besser in die Zweikämpfe. Der Rekordmeister hatte nicht mehr die gleiche Leichtigkeit im Spiel und musste deutlich mehr arbeiten. Dennoch ist festzuhalten, dass selbst diese Anstrengungen für Spieler wie Luis Diaz, Harry Kane und Michael Olise, die sogar Defensivzweikämpfe gewannen, kein Problem darstellten.

Trotzdem waren die zweiten 45 Minuten und die Phase nach dem Anschlusstreffer von Julian Brandt eine Warnung für den FC Bayern. Es wurde deutlich, dass ein Spannungsabfall von nur 3, 4 oder 5 Prozent nicht akzeptabel ist, besonders nicht in einem Spiel gegen den BVB, und schon gar nicht, wenn man eigene Chancen fahrlässig auslässt. Bayern muss am Limit spielen, um den Gegner spielend leicht zu dominieren, wie es gegen Frankfurt für 90 Minuten und gegen Dortmund für etwa 50 bis 55 Minuten der Fall war.

Zusätzlich zeigte sich, dass der Kader in der Offensive etwas dünn besetzt ist. Neben Jamal Musiala fiel auch Serge Gnabry aus, was bedeutete, dass nur die beiden Teenager Wisdom Mike und Lennart Karl auf der Bank saßen. Vincent Kompany sah sich gezwungen, Leon Goretzka als Option zu nutzen. Die Entlastung wurde dadurch geringer, und Bayern hätte einen frischen, dynamischen Spieler auf Topniveau gut gebrauchen können. Bisher hat der riskante Weg mit der Jugend gut funktioniert, jedoch wäre eine weitere Ergänzung auf lange Sicht vielleicht sinnvoll. Doch das ist Zukunftsmusik.

Im Moment bleibt festzuhalten: Bayern ist weiterhin im Fluss, hat jedoch 45 Minuten erlebt, die Anlass zur Analyse geben sollten, um zu klären, wie man gegen die größere Körperlichkeit eines Gegners bestehen und dennoch das Spiel kontrollieren kann. Dass Bayern noch nicht perfekt ist, ist klar, aber es gibt nur wenig zu kritisieren. Wenn man die kleinen Facetten des Spiels weiter optimiert, wird diese Maschine des Rekordmeisters noch stärker.

(Dieser Artikel entstand in Kooperation mit neunzigplus.de/)

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