Bundesliga-Spitzenspiel: Schiedsrichter Sven Jablonski leitet das Duell zwischen Dortmund und Bayern
Am Samstag findet das mit Spannung erwartete Bundesliga-Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München statt. Der Schiedsrichter für diese Partie steht nun fest.
Dortmund/München – Der 24. Spieltag der Bundesliga verspricht ein absolutes Topspiel und möglicherweise eine Vorentscheidung im Meisterschaftsrennen: Borussia Dortmund empfängt am Samstag, den 28. Februar, um 18:30 Uhr, den Tabellenführer FC Bayern im Signal Iduna Park. Für den BVB ist dies die letzte realistische Chance im Titelkampf, da der Rückstand auf die Münchner acht Punkte beträgt. Bayern hingegen möchte mit einem Sieg endgültig davonziehen. In einem solchen Duell zählt jedes Detail – auch hinter den Kulissen.
Die Schiedsrichterfrage für dieses Mega-Duell scheint nun geklärt: Laut Informationen der Bild wird Sven Jablonski die Partie leiten. Damit wird nicht auf die zuletzt häufig diskutierten Schiedsrichter wie Deniz Aytekin, Felix Zwayer oder Daniel Siebert zurückgegriffen. Diese Entscheidung könnte bei Fans, Spielern und Vereinen gleichermaßen für Erleichterung und Zustimmung sorgen.
Jablonski gilt derzeit als einer der unauffälligsten, aber positiv auffälligen Unparteiischen in der Bundesliga. Der Bremer pfeift eine seiner stärksten Saisons, mit kaum Fehlentscheidungen und nahezu keinen VAR-Korrekturen, die seine Urteile hätten revidieren müssen. Im Januar 2026 wurde er von der UEFA in den exklusiven Kreis der nur 35 Elite-Schiedsrichter in Europa befördert.
Sein Stil zeichnet sich durch eine sanfte Hand, viel Kommunikation mit den Spielern auf Augenhöhe und möglichst wenige Gelbe Karten aus. Dabei bleibt er stets klar und wird von allen Beteiligten anerkannt, da er kaum Anzeichen von Arroganz auf dem Platz zeigt. Für das Spitzenspiel und das direkte Duell der beiden größten Meisterschaftskandidaten ist er somit eine passende Wahl.
Die Nominierung von Jablonski kann auch als ein Signal an die eigene Liga verstanden werden. Die Schiedsrichterleistungen in der Bundesliga hatten zuletzt wiederholt für Aufsehen gesorgt. Fragwürdige Elfmeterentscheidungen, lange VAR-Eingriffe und teils verunsichert wirkende Unparteiische hatten für Unmut bei Fans und Klubs gesorgt. Mit der Wahl von Jablonski setzt der DFB bewusst auf einen seiner konstantesten und verlässlichsten Schiedsrichter.
Es ist bereits Jablonskis zweiter „Klassiker“ als Schiedsrichter. Das Hinspiel der Saison 2024/25 in Dortmund leitete er ebenfalls, und die Partie endete 1:1. Jablonskis einzige strittige Entscheidung damals: Kurz vor dem Ausgleich durch Jamal Musiala (85.) wurde Dortmunds Niklas Süle mit dem Ball am Kopf getroffen. Während der BVB eine Unterbrechung forderte, ließ Jablonski weiterspielen, und die Münchner erzielten spät den letztlich verdienten Ausgleich.