BVB verbessert Abstand zur Konkurrenz trotz kritischer Stimmen

BVB verbessert Abstand zur Konkurrenz trotz kritischer Stimmen

Der BVB hat durch einen wichtigen Heimerfolg seinen Vorsprung auf die Konkurrenz ausgebaut. Überraschenderweise äußerte ein Star jedoch deutliche Kritik am Spielstil des Teams.

Dortmund – Es ist tatsächlich bemerkenswert: Borussia Dortmund zeigte in der letzten englischen Woche wahrscheinlich die fußballerisch beste Leistung beim bitteren Ausscheiden im DFB-Pokal gegen Bayer Leverkusen. Das 0:1 im Achtelfinale am Dienstag wurde von zwei wichtigen Siegen in der Bundesliga begleitet, in denen Dortmund gegen die Werkself (2:1) und am Sonntag gegen die TSG Hoffenheim (2:0) erfolgreich war.

Am 2. Advent ließ die starke Defensive des BVB, angeführt von Nico Schlotterbeck, kaum Chancen zu. Julian Brandt vollendete in der ersten Halbzeit einen schönen Angriff, bevor Schlotterbeck nach der Pause das zweite Tor erzielte. Dortmund verwaltete den Heimsieg souverän und spielte dabei wie eine Spitzenmannschaft. Dennoch zeigte sich Brandt nach dem Spiel überraschend kritisch.

„Aufgrund des Sieges, der Tabellenlage und des Spieltages ist es, denke ich, ein Sonntag, der Zufriedenheit gibt und das Gefühl vermittelt, dass es ein gelungener Tag war“, sagte der Mittelfeldspieler in der Mixed Zone unter anderem gegenüber Absolut Fussball, dem Fußballportal von Home of Sports.

Doch dann äußerte Brandt Selbstkritik am BVB. „Es ist nicht meine Art, Fußball zu spielen, wenn man sich das 90 Minuten lang anschaut. Manchmal muss ich das einfach akzeptieren.“ Wie würde sich der 29-Jährige den BVB wünschen? „Mit mehr Ballbesitz und mehr Kontrolle und vielleicht weniger hohen Bällen“, so Brandt.

Nach seiner Meinung hat sich Dortmund zu sehr an die Spielweise von Hoffenheim angepasst. Trainer Niko Kovač hatte die formstarken Kraichgauer im Vorfeld als den „stärksten Gegner“ bezeichnet, der in dieser Saison nach Dortmund gereist ist. Angesichts der Spiele gegen Leverkusen, RB Leipzig oder den VfB Stuttgart war das durchaus großes Lob.

Brandt ist der Ansicht, dass dies zu übertriebenen Anpassungen beim BVB geführt hat. „Grundsätzlich wünsche ich mir immer, dass wir viel besser spielen. Es ist vielleicht sogar gut, dass wir in der Lage sind, uns anzupassen und trotzdem ein Spiel zu gewinnen. Aber ich glaube einfach, dass es auch Situationen gibt, in denen man den Platz hat und den Ball zirkulieren lassen kann.“

Stattdessen sei das Spiel des BVB stark auf Intensität ausgerichtet und gehe viel hin und her zwischen den Strafräumen. Dortmund muss dabei hohen Aufwand betreiben, was für einen Ballkünstler wie Brandt nicht ideal ist. „Es ist für mich einfach so: Am Ende spielen wir Fußball, wir laufen nicht Fußball.“ Dennoch wollte der dienstälteste BVB-Profi nicht zu kritisch werden.

„Die Reaktion auf das Pokalspiel war wichtig. Im Großen und Ganzen sind wir super zufrieden. Ich stand hier in den letzten Jahren schon mit zehn gesunden Spielern und, keine Ahnung, 22 Punkten aus 16 Spielen.“ Aktuell hat Dortmund 28 Punkte nach 13 Partien und liegt fünf Punkte vor den ersten Verfolgern. Das Zwischenziel, auf einem Champions-League-Platz zu überwintern, ist nun greifbar nahe.

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