Daniel Bauer wird Chefcoach des VfL Wolfsburg

Daniel Bauer wird Chefcoach des VfL Wolfsburg

Daniel Bauer hat dem VfL Wolfsburg vor der Winterpause neues Leben eingehaucht. In seiner Spielerkarriere musste er zahlreiche Rückschläge überwinden.

Wolfsburg – Kurz vor Weihnachten wurde offiziell bekannt gegeben, dass der VfL Wolfsburg Daniel Bauer vom Interims- zum hauptamtlichen Chefcoach befördert hat. Zuvor hatte Bauer den abstiegsbedrohten Bundesligisten erfolgreich auf Kurs gebracht. In einem Interview mit dem kicker gab Bauer Einblicke in seine eigene Spielerkarriere, die von Verletzungen geprägt war.

Aufgrund seiner zahlreichen Verletzungen gab es „durchaus Phasen“, in denen er von „Existenzängsten“ geplagt wurde, offenbarte der erst 43-Jährige. Besonders herausfordernd war die Zeit nach der Saison 2006/07, als er beim damaligen Regionalligisten Union Berlin keinen neuen Vertrag erhielt. In dieser Phase erlebte er einen weiteren Schock: eine Verletzung der Patellasehne, die eine große Operation erforderte.

Nach dieser Verletzung und der anschließenden Genesung traf Bauer eine überraschende Entscheidung. Im März 2008 schloss er sich dem finnischen Erstligisten Rovaniemen Palloseura an, wo er zum Klassenerhalt des Aufsteigers beitrug. Diese Zeit habe ihn „menschlich extrem vorangebracht“, trotz erneuter schwerer Verletzungen. Nach einer Saison kehrte er zurück nach Deutschland.

Seine Verletzungsanfälligkeit setzte sich dann auch in Deutschland fort, als er im Januar 2009 zum Regionalligisten 1. FC Magdeburg wechselte. Auch bei Eintracht Trier kam er nur auf 26 Einsätze in der 2. Bundesliga, was auch ohne Verletzungen sportlich nicht mehr möglich gewesen wäre: „Für die Bundesliga war ich zu langsam“, so der Trainer des VfL.

Die Schattenseiten des Profifußballs kennt der neue Trainer des VfL Wolfsburg aus eigener Erfahrung. Nun möchte er in seiner veränderten Position an der Seitenlinie für sportliche Lichtblicke sorgen, auch wenn für die Niedersachsen zunächst der Klassenerhalt im Vordergrund steht. Solange die Punkteausbeute stimmt, kann dieser auch ohne glanzvolle Auftritte erreicht werden.

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