Ole Werner: Der Richtige Trainer für RB Leipzigs Umbruch

Ole Werner: Der Richtige Trainer für RB Leipzigs Umbruch

Inmitten des umfassenden Umbruchs bei RB Leipzig war die Suche nach einem neuen Trainer von großer Bedeutung. Der Verein wollte unbedingt eine Interimslösung vermeiden, was zur Entlassung von Marco Rose Ende März führte, nachdem die Leistungen des Teams enttäuschend waren. Zsolt Löw übernahm zunächst, konnte jedoch den gewünschten Turnaround nicht erreichen, was zur verpassten Qualifikation für internationale Wettbewerbe führte. Mittlerweile steht Ole Werner an der Seitenlinie und überrascht viele, da in Leipzig zuvor größere Namen gehandelt wurden. Dennoch könnte er der richtige Trainer für die Ziele des Klubs sein.

Die DNA von RB Leipzig fokussiert sich auf die Entwicklung junger, talentierter und hungriger Spieler, um ihnen den Weg zur großen Fußballbühne zu ebnen. In den letzten Jahren hat der Klub jedoch nicht immer im Einklang mit seinen eigenen Werten gehandelt, was sich auch in den sportlichen Leistungen niederschlug. Das klare Ziel für diesen Sommer lautete daher: „Back to the roots.“ Dies bestätigte auch Sportchef Marcel Schäfer am Sonntag in der Sendung „Doppelpass“. Ob dieser Ansatz letztendlich zum Gewinn des Bundesligatitels führen wird, konnte auch Schäfer nicht mit Gewissheit sagen, doch er ist überzeugt: „Ich glaube, dass man immer am besten ist, wenn man authentisch ist.“

Ein Teil dieser Authentizität ist Ole Werner. Obwohl er nicht über internationale Erfahrung oder den Status eines Weltmeisters verfügt, hat er in Kiel und Bremen hervorragende Arbeit geleistet, indem er die Mannschaften weiterentwickelte. „Er hat beide Teams überperformen lassen“, betonte Schäfer. Genau das war das Ziel von RB Leipzig: einen Trainer zu finden, der mit Talenten umgehen kann. In Gesprächen stellte sich heraus, dass Werner und der Klub in vielen Punkten übereinstimmen und er sich mit den Zielen des Vereins identifizieren kann. Trotz seines jungen Alters hat er bereits umfangreiche Erfahrung als Trainer gesammelt.

Sport1-Experte Stefan Effenberg war anfangs überrascht von Werners Ernennung, sieht die Entscheidung jedoch mittlerweile als nachvollziehbar an. „Er hat Werder Bremen weiterentwickelt. Die Entwicklung war durchweg positiv“, so Effenberg. „Es hat zwar nie für das internationale Geschäft gereicht, aber die Philosophie, junge Spieler weiterzuentwickeln, passt perfekt zu Ole Werner. Er hat mit vielen jungen Spielern gearbeitet und wird nun bei RB Leipzig auf einem anderen Niveau agieren müssen.“ Der Druck ist zwar gestiegen, da er mit seinem Team ins internationale Geschäft zurückkehren muss, doch Effenberg beurteilt die Entscheidung als hervorragend.

Zu beachten ist, dass Ole Werner Werder Bremen in der vergangenen Saison auf den achten Platz führte und dabei die gleiche Punktzahl wie RB Leipzig erreichte. Nur das Torverhältnis trennte Werder vom siebten Platz, der besten Platzierung seit der Saison 2009/10. Auch bei RB Leipzig sind bereits Fortschritte sichtbar, wenngleich es oft an Konstanz fehlte. Nun hat der 37-Jährige die Chance, sich in dieser Hinsicht zu beweisen, während das große Ziel klar ist: die Rückkehr in die Champions League.

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