Das Ende einer Ära: Bajramović verlässt den KSC
Eine Ära geht zu Ende: Neun Jahre lang war ein ehemaliger Spieler des FC Schalke 04 für den Karlsruher SC tätig. Der 46-jährige Bajramović hat nun seinen Posten als Co-Trainer verloren.
In Karlsruhe bleibt sein Chef, Christian Eichner, vorerst im Amt, sieht sich jedoch nach vier Niederlagen in Folge und 13 Gegentoren ebenfalls in einer kritischen Lage. Der KSC hat in der Tabelle von Platz fünf auf Platz acht abgerutscht. In einer offiziellen Mitteilung erklärten die Verantwortlichen des Clubs: „Die Entscheidung wurde nach intensiver interner und langfristiger Analyse im Sinne der Gesamtstrategie des Clubs getroffen.“
Mario Eggimann, Geschäftsführer Sport, äußerte, dass die Veränderung dazu dienen soll, den sportlichen Bereich sowohl kurzfristig als auch langfristig gezielt und konsequent weiterzuentwickeln. Die Entscheidung sei den Verantwortlichen nicht leicht gefallen, doch man sei überzeugt, dass sie die richtige für eine erfolgreiche Zukunft des KSC ist. Bis zur Winterpause wird Daniel Gordon, der 40 Jahre alt ist, von der zweiten Mannschaft zu den Profis aufrücken.
Bajramović, der von 2016 bis 2025 in Karlsruhe tätig war, war in verschiedenen Funktionen aktiv – sei es als Chef-Coach der Reserve oder der U19, oder als Assistent bei den Profis. Sein Vertrag beim KSC hätte ursprünglich bis 2027 gedauert. Seit Mai 2024 fungiert er zudem unter Sergej Barbarez als Co-Trainer der Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina, wo er auch den S04-Abwehrchef Nikola Katić betreut.
Um diese zusätzliche Tätigkeit ausüben zu können, verzichtete Bajramović auf sein Gehalt in Karlsruhe. Der ehemalige Profi absolvierte 145 Bundesliga-Spiele für den FC St. Pauli, den SC Freiburg, Schalke 04 und Eintracht Frankfurt. Für Schalke, wo er von 2005 bis 2008 aktiv war, bestritt er insgesamt 91 Pflichtspiele, erzielte acht Tore und bereitete vier weitere vor. 2011 beendete er seine aktive Karriere.