Deutschland scheitert in der WM-Gruppenphase gegen Ecuador

Deutschland scheitert in der WM-Gruppenphase gegen Ecuador

Für die deutsche Nationalmannschaft endete das letzte Spiel der WM-Gruppenphase gegen Ecuador in einer herben Niederlage. Eine aktuelle Statistik offenbart das Hauptproblem der Mannschaft deutlich.

East Rutherford – Die DFB-Elf bleibt auch im neunten WM-Spiel in Folge ohne ein Spiel zu Null. Laut Opta Analyst wurde damit ein alter Negativrekord eingestellt. Dies geschah zuvor nur in den ersten neun WM-Spielen von 1934 bis 1954. Im letzten Vorrundenspiel der Gruppe E unterlag Deutschland Ecuador im MetLife Stadium mit 1:2.

Besonders bitter für Deutschlands Nummer eins, Manuel Neuer. Der Torhüter des FC Bayern München hat bei der WM bislang mehr Gegentore kassiert als Paraden gezeigt. Er musste vier Treffer hinnehmen, während er nur drei Paraden verzeichnen konnte. Diese Statistik steht sinnbildlich für die besorgniserregende Gesamtbilanz der DFB-Elf.

Die deutsche Abwehr und Neuer selbst sahen vor allem beim 2:1 durch Ecuador nicht gut aus. Nach einer Ecke und einer Kopfballverlängerung drückte Gonzalo Plata den Ball aus kurzer Distanz ins Netz. Neuer wies jede Mitschuld zurück: „Das ist eine ganz normale Situation. Jeder Torwart, der schon einmal gespielt hat, weiß, dass ich mich so zu dem Ball hinstellen muss“, erklärte der 40-Jährige.

Unterstützung erhielt er von Bastian Schweinsteiger, der in den ARD-Nachberichten zum Spiel sagte: „Es ist extrem schwer für den Torwart, da zu reagieren. Wenn so viele Spieler vor dem Torwart sind, kannst du wenig machen.“ Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann stellte sich hinter seinen Keeper: „Es ist wieder extrem ärgerlich für Manu, dass er so die Winner-Aktion leider noch nicht hatte“, sagte der 38-Jährige.

Für die DFB-Auswahl geht es am Montag mit dem Sechzehntelfinale in Boston weiter. Anstoß ist um 22:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Der konkrete Gegner steht nach Abschluss der gesamten Vorrunde fest. Nach den Ergebnissen vom Donnerstag (Ortszeit) sind nur noch Paraguay, Schottland und Schweden als potenzielle Kontrahenten übrig geblieben.

Insgesamt gibt es für die Verteilung der Gruppendritten auf die Sechzehntelfinals aufgrund des FIFA-Modus 495 Szenarien, von denen derzeit nur noch 51 übrig sind. 45 dieser Szenarien sehen Paraguay als nächsten Gegner der Mannschaft von Julian Nagelsmann, die am Donnerstag mit 1:2 gegen Ecuador verlor. Für Schottland gibt es noch fünf Szenarien, für Schweden nur eines.

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